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27. März 2020 Keine Kommentare zu Zur Lage

Zur Lage

Wir leben schon in interessanten Zeiten.

Wir hoffen, dass es euch und euren Nächsten gut geht, und danken denen, die sich den Arsch aufreißen, damit wir ihn uns abwischen können.

Wir bleiben selbstverständlich erstmal zu. Alle Events in naher Zukunft – inklusive der Ikoria Prereleases fallen aus. Ob und wie ggf etwas nachgeholt werden kann, ist jetzt noch nicht absehbar.

Wizards hat das Release-Datum für Ikoria, inkl. der Commander 2020 Decks, vorerst auf den 15. Mai verschoben. Wir arbeiten gerade an einer Lösung, um euch die Möglichkeit zu geben alle Ikoria-Produkte (auch die Prerelease Packs und die Buy-a-Box Promo), sowie Mystery Booster und Challenger Decks online zu beziehen. Eine Abholung wird offensichtlich nicht möglich sein. Wann wir die Ware erhalten und entsprechend versenden können, ist noch unbekannt. Wann die Displays dann bei euch ankommen ebenfalls. Abschließend kann es sogar zu einer Verschiebung des oben genannten Termins kommen. Die Sache entwickelt sich noch und wir versuchen euch so gut es geht auf dem Laufenden zu halten (erwartet aber keine stündlichen Updates).

Wie es danach aussieht, steht in den Sternen. Wizards hat den Spielbetrieb bis zum 10. Mai ausgesetzt, ergo wird es bis dahin keine Veranstaltungen wie Prereleases, FNMs, etc geben (nebenbei: wer Magic Arena Sleeves haben will, kann uns eine Mail schicken).

Der Laden bleibt solange zu, bis die Sache ausgestanden ist. Das kann und wird dauern.

Wir leben schon in interessanten Zeiten.

10. März 2020

Zukunftsaussichten – Turniere in Kürze

Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage im Lande bleibt unser Geschäft bis auf weiteres geschlossen. Wir informieren zeitnah hier auf unserer Webseite, wie auch auf Facebook, wenn es weitere Neuigkeiten gibt. Eventuelle Vorbestellungen versenden wir gerne per Post. Mailt uns entsprechend.

Die Zeit vergeht schnell, wenn man Spaß hat. Ehe man sich versieht, sind schon wieder zwei Monate vergangen. Da wird es Zeit, die Werbetrommel zu schlagen und der Beat, den wir gewählt haben, wird so manches Ohr klingeln lassen. Genug der gedroschenen Phrasen, hin zu den Terminen (wer es übersichtlicher mag, der findet Turniere und Releases in unserem Veranstaltungskalender):

Machen wir wie der Monat und beginnen im März.

Ab dem 13. März stehen Freitags ab 18 Uhr Mystery Booster im Draft an. Bei über 1.700 verschiedenen Karten bleiben die Themen auf der Strecke, aber der Spaß und vor allem die Abwechslung rückt in den Vordergrund. Preislich bleibt es bei 14,- EUR je Spieler, wofür wir aber die Preise leicht kürzen. Bei entsprechendem Aufstand der Spielerschaft, können sich diese Zahlen aber noch ändern.

Am 28. März, ein Samstag, versuchen wir uns am Pioneer Format. Veraltete Standard-Decks, aktuelle Standard-Decks, tatsächliche Pioneer Decks, alles geht, nix muss. Wir lassen die Haie im Planschbecken und stellen den Spaß in den Vordergrund. Für 5,- EUR gibt es 4+ Stunden Spaß und am Ende Booster-Preise. Karten im Format sind ab Return to Ravnica legal, diverse Karten sind gebanned, also nicht erlaubt – alle Details offiziell hier; da ist „Theros: Beyond Death“ aktuell nicht aufgeführt, im Zweifel also mal bei Scryfall checken, ob eine Karte legal ist!

Zum Challenger Deck-Release am 3. April machen wir nichts besonderes, außer eben Challenger Decks zocken & verkaufen.

Mitte April aber geht’s rund! Die Ikoria-Prereleases stehen auf der Matte und warten darauf zum Tanz eingeladen zu werden. Vier Events auf zwei Formate verteilt, versprechen Spiel, Spaß und wenn man vorher einkaufen war, definitiv auch Schokolade für die ganze Familie.

Unsere Ikoria Prerelease Termine:

  • Freitag, 17. April – 15 Uhr – Single Sealed Prerelease
  • Freitag, 17. April – 19 Uhr – 2-Headed Giant Prerelease
  • Samstag, 18. April – 11 Uhr – Single Sealed Prerelease
  • Samstag, 18. April – 15 Uhr – 2-Headed Giant Sealed Prerelease

Die Plätze, gerade zu den 2-Headed Giant Varianten, sind begrenzt, Voranmeldungen sind ab sofort möglich. Dazu uns einfach kurz auf einem der unzähligen, digitalen Wege anspammen.

Wir melden uns zu den Prereleases definitiv noch mal. Gerade wenn bekannt ist, was es mit den Commander Decks auf sich hat, die man beim Prerelease bereits Proezocken darf!

24. Februar 2020

Mit Nachdruck zu veröffentlichen

Magic hat im ersten Quartal viel Ähnlichkeit mit der werten Oma, die einem kurz vorm Zerplatzen zwei Stücke der Cremetorte in den Kiefer hievt, während man simultan am Erbseneintopf-Tropf hängt, der vom randvollen Kompaniekessel gespeist wird. Darauf erstmal’n Bäuerchen und ’nen Absacker!

Der Wizard’sche Speiseplan für die kommenden Monate ist ähnlich vollgestopft mit Reprints, sowie Reprints und – neben zwei, drei neuen Karten, – noch mehr Reprints.

Zum Mitschreiben:

28. Februar – Unsanctioned

Wie berichtet, gibt es Ende dieser Woche ein Wiedersehen mit den grauen Rändern und Fullart-Standardländern. Es darf gelacht werden, wenn je Spieler zwei der fünf Deckhälften zusammengemischt werden und das Chaos nicht fern ist. Vorbestellbar bei uns im Online-Shop.

13. März – Mystery Booster

Von einem Schmetterling zum nächsten, bleibt es bei den Mystery Boostern chaotisch. Bei knapp 1.700 Reprints ist dies nicht verwunderlich und für das Chaos Draft Produkt eher geplant als unbeaufsichtigt.

Wir lassen uns die Freude nicht nehmen ab dem Releasetag jeweils Freitag bei unseren wöchentlichen FNM Drafts das Set zu verköstigen.

3. April – Challenger Decks

Dank den neulich veröffentlichen Decklisten zittern demnächst nicht nur die Einzelkartenhändler (wer Mitleid mit uns hat, darf unsere Bestände bei MKM leerkaufen!) und FNM-Aspiranten.

Wir werden wie bisher üblich die Decks zum Zocken parat haben. Wer also die Decks Probe spielen will, ist bei uns an der richtigen Adresse.

24. April – Ikoria: Lair of Behemoths / Commander 2020

Ein neues Set, fünf neue Commander-Decks (wie kürzlich zu erfahren, diesmal mit vier foil Commander-Karten je Deck), macht nach Adam Riese negative Banksoldi auf der einen und klingelnde Kassen auf der anderen Seite.

Passend zum Doppelrelease wird es ein nettes Gimmick mit den Commander Decks, sowie die allseits beliebten 2-Headed Giant Sealed Deck Events zum Prerelease geben! Weiteres dazu in Bälde auf diesem Kanal.

3. Juli – Core Set 2021 / Jumpstart

Zum Core Set 2021 haben wir noch keine großen Details, aber zu Jumpstart gibt es einen ganzen Artikel, den wir verlinken und zusammenfassen können:

  • jeder 20-Karten Booster hat ein zufälliges Thema (Tribal, Mechanik, etc)
  • je Spieler nimmt man zwei Booster, mischt die zusammen und ab dafür
  • Jumpstart enthält knapp 500 Reprints (um den roten Faden nicht zu verlieren) und 37 neue Karten, die im Vintage, Legacy und Commander legal sein werden

Es wird zu Jumpstart ein eigenes Prerelease zwei Wochen (20. & 21. Juli) vor dem Release geben. Das Wochenende vom 26. bis zum 28. Juli bleibt dem Core Set 2021 vorbehalten.

Bon Appetit!

7. Februar 2020

Sagenhaftes Draften: Vorteilhaftes Spielverhalten

Heute ignorieren wir Karten sowie Deck, inklusive dem Bau desselbigen, und konzentrieren uns auf das Eingemachte, sprich die Früchte, die es beim Magic-Spielen an sich zu ernten, einzustampfen und in Gläser, die mit diesem viel zu harten Gummiring, abzufüllen gibt. Wir haben den Scheinwerfer immer noch starr auf das Draftformat gerichtet, die folgenden Hinweise können aber genausogut in der Commander-Runde, dem WPNPTFNMFRTFCGPMSQ (keine Ahnung, wie die aktuell genau heißen; da fehlt garantiert noch ein P dazwischen), oder dem Küchentisch Verwendung finden.

Der Ball wird bewusst flach gehalten. Wir scheuen nicht davor die Textlänge durch Offensichtliches künstlich zu verlängern, so es nur den ein oder anderen gibt, der die folgenden Ratschläge in der Form noch nicht vernommen bzw. verinnerlicht hat.

Mundus vult decipi, ergo decipiatur

Nicht nur Gegenzauber-spielende Blau-Spieler wissen, dass es vorteilhaft ist, wenn niemand weiß, welche Karten man auf der Kralle hat. Analog kann man behaupten, dass ein Spieler potentiell umso gefährlicher ist, je mehr Mana ihm zur Verfügung steht. Es kann und sollte entsprechend geblufft werden, bis der Arzt kommt!

Um dies im Kampf – und den damit verbundenen Spontanzauber und Fähigkeiten, den sogenannten Combattricks – vorteilhaft zu nutzen, empfiehlt es sich in vielen Fällen erst einmal anzugreifen, bevor wir eine Karte spielen, die keinerlei Einfluss auf das Kampfgeschehen hat.

Statt also das gerade gezogene 12te Land resigniert auf den Tisch zu latzen, behalten wir es auf der Hand und greifen ungeniert und siegessicher mit unserem 2/2er in den gegnerischen 3/3er Blocker an. Der Gegner sieht, dass wir elf ungetappte Länder und mindestens eine, ihm unbekannte Handkarte haben. Er wird also zweimal überlegen ob er blockt und je nach Lebenspunktestand eher die zwei Schaden schlucken als seine Kreatur gegen unseren eventuellen Trick (vielleicht ein Indomitable Will) zu tauschen. Einfacher hat man dem Gegner selten zwei Lebenspunkte abgeluchst.

Dies wird nicht immer funktionieren (statistisch ist die Erfolgswahrscheinlichkeit proportional zu den gegnerischen Lebenspunkten), aber der Vorteil, den man sich durch Nichtstun erschleichen kann, sollte nicht unterschätzt werden. Zusätzlich sollte man den Combattrick zumindest gelegentlich auf der Hand haben, um nicht als Ochse dazustehen, wenn der Bluff immer gecalled wird, weil einem niemand mehr glaubt.

„Die spinnen, die….“ – Obelix

Mors certa hora incerta

Das vorige Beispiel zeigt treffend, dass wann etwas gemacht wird, einen wesentlichen Einfluss auf das Spiel haben kann. Dies lässt sich generalisieren: Es empfiehlt sich Aktionen, sei es das Spielen einer Karte oder das Aktivieren einer Fähigkeit, zum letztmöglich sinnvollsten Zeitpunkt auszuführen.

Die Gelehrten streiten sich bereits seit Anbeginn der Zeiten darüber, wie „sinnvoll“ zu definieren ist. Wir haben wenig sinnvolles dazu beizutragen, fahren also direkt mit einem Beispiel fort:

Statt das Omen of the Sun bereits in seinem Zug zu spielen, gibt es einen besseren Zeitpunkt, der nicht dafür sorgt, dass man im gegnerischen Zug mit drei ungetappten Ländern weniger und zwei bekannten Blockern mehr (förmlich mit heruntergelassenen Hosen) dasteht: der gegnerische End-of-Turn.

Es spielt für die Soldaten aus dem Omen keine Rolle, ob sie den kompletten Zug des Gegners auf dem Tisch lagen oder erst kurz vor der Endhaltestelle aufsprangen. Sie werden im eigenen Zug angriffsbereit parat stehen. Für den Gegner hingegen macht es einen Riesenunterschied ob er mit dem angreifenden Leonin of the Lost Pride auf dem zuvor noch leeren Board gegen einen schnöden Spielstein abtauscht oder nicht.

Bei den im Draft vorherschenden Removal-Spells sieht die Sache kaum anders aus. Hat man gerade das dringend benötigte Drag to the Underworld gezogen und tappt innerlich bereits freudestrahlend seine Sümpfe, weil das gegnerische Voracious Typhon zum Verleger wurde und Druck macht, sollte man kurz innehalten, die Länder wieder in die Vertikale schieben und sich anschauen, ob sich der Gegner damit nicht in eine bessere Bredouille bringen lässt. Spielt dieser vor dem Angriff eventuell noch ein Setassan Training auf das Schlangenbiest (das Trampeln war relevant, oder er hat den oberen Teil dieses Beitrags nicht gelesen), hat man das As im Ärmel und auf einen Schlag dreifachen Kartenvorteil generiert.

(Randnotiz: Das letzte Beispiel ist mit Vorsicht zu genießen. Darauf zu warten, dass der Insel-Magier zwei Mana hat, um uns in repsonse den Starlit Mantle für seinen Nadir Kraken zu zeigen, kann fatale Folgen haben.)

Wenn du dir mal wieder den Zeh an Statuen der Gorgonen gestoßen hast…

Amat victoria curam

Zwei kleine Empfehlungen mit großer Wirkung. Definitiv keine Wundermittel, die aus der Nulpe eine Tulpe machen, aber die regelmäßige Anwendung kann zu förderlichen Situationen im Spielgeschehen führen. Wer sich zwecks Vertiefung gehaltvollere Lektüre vor die Okuli halten will, dem sei der Artikel von Reid Duke empfohlen, der zwar kein Augenarzt ist, aber ansonsten weiß, worauf man den Blick im Magic zu richten hat.

Das war es dann auch für dieses kleine Intermezzo. Wir hoffen, die Beispiele waren anschaulich genug, weitere lassen sich aus diesen reativ bequem erschließen. Beim nächsten Mal werden wir mit dem Kopf zuerst in die Theros’sche Unterwelt abtauchen.

28. Januar 2020

Unsanctioned – Viele, vielleicht sogar alle Details & Bilder & so

Addendum: Wizards hat heute alle Karten und alle Token des Produkts online gestellt.

Zufälligerdinge war heute jemand im Laden und fragte, ob wir nicht die Unglued Karten „Paper Tiger„, „Scissors Lizard“ und „Rock Lobster“ hätten, weil man mit denen ja so gut „Schnick-Schnack-Schnuck“ spielen könnte. Wir mussten verneinen (unser Einzelkartensortiment umfasst primär die Standard-legalen Editionen und was auch immer Wizards in 2019 unter die Leute brachte), doch kein Viertelstündchen später können wir bejahen.

Wie es der Zufall, das Schicksal, oder die Werbeabteilung von WotC so will, erschien auf der amerikanischen Seite Cracked.com (eine Art Postillion für Stoner) ein Artikel mit sämtlichen Daten, Decklisten und Bildern neuer Karten, die wir einfach mal so übernahmen. Wir haben nur die Bilder stibitzt, für die Decklisten muss man schon noch über’n Teich.

Das Set, vier vorgefertigte Deckhälften a 30 Karten (mit grauem Rand, also mit Ausnahme der Standardländer nicht turnierlegal), erscheint in Englisch am 28. Februar und wird in Kürze bei uns vorbestellbar sein, damit wir auch was vom Kuchen abbekommen.

Hauptverkaufsargument sind wie in jedem Un-Set die Standardländer, die sich wieder einmal sehen lassen können. WotC-Mitarbeiter Gavin Verhey präsentiert sie ansehnlich auf Twitter. In jeder Box werden fünf nicht-Foil und fünf Foil-Varianten enthalten sein. Zusätzlich gibt es normale Standardländer. Wieso auch immer?!?!

Doch nun genug Bla Bla, Zeit für Ha Ha:

25. Januar 2020

2-Headed Giant Sealed Deck Sondersendung

Wie schon zu Thron von Eldraine werden wir mit den uns noch verbliebenen Theros Jenseits des Todes Prerelease Packs am Samstag, den 8. Februar, pünktlich ab 11 Uhr (Einlass ab 10:30 Uhr c.t.) ein 2-Headed Giant Sealed Deck Turnier veranstalten.

Kostenpunkt ist 25,- EUR pro Person (ergo nen runden Fuffi fürs Team, wenn Mutti für beide zahlt) und dafür gibt es Spiel, Spaß und garantiert keine Eisbären!

Wir denken uns was nettes für die Preise aus (Promopacks, ein, zwei leicht angeschlagene Ixalan Booster Packs und Zubehör (diese Angabe ohne Gewähr)) und machen darauf aufmerksam, dass die Plätze auf 8 Teams begrenzt sind . Es gibt bereits diverse Interessenten (sprich die Hälfte ist bereits belegt!), ergo empfiehlt sich die zeitnahe Anmeldung per E-Mail, persönlich im Laden, oder – wenn es denn sein muss – auch via Facebook.

Sollte jemand Bock aber keinen Gärtner haben, sprich einen Teampartner suchen, findet sich entweder Freitags beim wöchentlichen Draft bestimmt jemand, oder ihr meldet euch an der Theke, wir packen das Eros in Theros und führen euch zusammen.

24. Januar 2020

Märchenhaftes Draften: Hase oder Igel

Wie in der letzten Woche im letzten Jahr besprochen, wenden wir uns diesmal einigen ausgesuchten Kartenexemplaren zu, um sie anhand der beschriebenen Theorien (B.R.E.A.D., Quadranten, „Im Zweifel die Uncommon“) eingehender zu betrachten. Ziel ist es im Draft je gereichtem Booster eine informierte Entscheidung zu treffen, welche uns dabei verhilft am Ende mit qualitativ brauchbarem Deckbaumaterial dazustehen.

Rein mathematisch erscheint das ein zeitaufwändiges Unterfangen. Wie der Gaussbub schon wusste, müssten wir bei 3 Booster a 14 Karten ganze 315 mal diese Bewertung durchführen. Beachtet man aber, dass die Hälfte der Karten doppelt an einem vorbeirauschen und Karten mehrfach präsent sein werden, sinkt die Zahl schnell in erschwingliche Gefilde.

Die Bewertungen müssen zudem nicht bei jedem Draft neu gemacht werden. Es empfiehlt sich seine Meinung dank entsprechender Erfahrungen oder Gespräche zu revidieren (eine Strategie, die auch im richtigen Leben erfolgsversprechend wirkt). Transferleistungen aus vergangenen Draft-Ungebungen (sprich frühere Sets) verringern die geistige Arbeit weiterhin.

Allen Karten und Betrachtungen gemein, ist der Umstand, dass ein Grundwissen zumindest der Throne of Eldraine Common-Karten äußerst hilfreich ist. Nun muss man nicht alle 106 Karten dieser Seltenheitsstufe bis auf die letzte Flavortext-Kommasetzung abrufbar haben. Die Eindrücke, die sich nach ein, zwei Drafts, bzw dem ein oder anderen geöffneten Booster einstellen, reichen völlig. Es sollte am Ende niemand (schon gar nicht die treuen und beneidenswerten Leser dieser Reihe, die diesen Absatz eigentlich hätten überspringen können, aber dennoch lasen, weil treu und beneidenswert eben) davon überrascht werden, wie der Hase im Set so läuft und wieso er am Ende dann doch gegen den Igel verliert (wer die Story nicht kennt, der sei an Nolans „The Prestige“ erinnert; selber Stoff).

Vier einführende Absätze, eine Märchenreferenz, ein Gros Klammern und bereits zu Scryfall verlinkt, wir können also anfangen.

 

Enchanted Carriage

Die Karte ist vom Flavor her (zwei Mäuse, eine Kutsche, da könnte man virale Internetvideos draus drehen) so geschmeidig wie das letzte Kaytranada Album, weiß aber auch auf dem Spieltisch zu überzeugen.

Die genauere Einteilung ist so schwer dann nicht. Für 5 Mana erhält man stabile 6/6 Werte, die sich über drei bleibende Karten verteilen. Der Vehikel-Passus separiert die volle Stärke des Kombinats über mindestens zwei Züge, was gut genug ist.

Dass Mäuse mehr auf Speck als auf Brot stehen, trägt seinen Beitrag dazu bei, dass die Karte in der B.R.E.A.D.-Skala am unteren Ende zwischen Anno und Domino zu finden ist. Die Manakosten sind mit 5 nicht wirklich aggressiv – erwähnenswert hier, dass es das erste Fahrzeug ist, das seine Crew mitbringt, da war WotC vermutlich vorsichtiger – aber die Karte unterstützt die weißen Strategien des Sets (Artefakte bzw das als „Go Wide“ bekannte Szenario, wo man versucht den Tisch mit möglichst vielen Kreaturen zu füllen) in allerlei Hinsicht, weswegen sie kein D verdient.

Quadrantitativ sieht es besser aus. Der Uber-Kürbis glänzt in zweierlei Hinsicht: Das Kreaturen-Triple verhilft in Patt-Situationen die Waagschale in die richtige Richtung auszubalancieren, oder kann in heiklen Situationen dafür sorgen, dass man sich Zeit kauft, um weitere Lösungen zu finden.

Wir könnten abschließend erwähnen, dass es eine Uncommon ist, aber dies ist allen betrachteten Karten gemein, so dass wir uns mit dem Ratschlag begnügen, die Karte mal ins Deck zu packen. Man muss sie nicht zu früh picken, sie wird aber kaum mehr als eine Runde um den Tisch machen. Der richtige Zeitpunkt ist sie als 6ten oder 7ten Pick einzusammeln, wenn man sich in einer der genannten Strategien vermutet.


Specter’s Shriek

Es wird nicht für die Karte sprechen, dass wir den Text erst noch mal lesen mussten, da uns der Name auf Anhieb nichts sagte. Wir werden sie entsprechend selten selbst gespielt respektive gegen uns gespielt gesehen haben.

Viele Discard-Sprüchen teilen sich den Umstand, dass es zu oft Macchiato ist, ob der Gegner nun fünf oder vier Handkarten hat (man denke an Mulligans). Wenn man wie hier selbst noch in den Nachteil rutscht, weil man zwei eigene gegen eine gegnerische Karte tauscht, ist das ein Verlustgeschäft ohne Gleichen. Da kann man besser seine letzte Kuh gegen Bohnen tauschen!

Aber, aber„, wird jetzt ein Leser nach Luft schnappen, „was ist wenn [Szenario, das einem Lottogewinn nicht unähnlich ist]?“ Diese Möchtegern-Situationen hypothetischer Natur haben das Problem, dass sie zu selten auftauschen, um von Relevanz zu sein. Wären sie häufiger, würden wir aufgeregt davon berichten.

Entsprechend das vernichtende Urteil: Dreck in allen Quadranten.

Wo wir aber schon bei Konjunktiven sind: Einzig die Tatsache, dass es gegen schwarze Decks glänzen könnte, könnte dafür sorgen, dass man beim Sideboarden eine Sekunde länger drüber grübeln sollte, ob man nicht vielleicht doch eher Mana-intensivere Bomben beim Gegner gesehen hat – Syr Konrad, the Grim ist ein optimales Beispiel – für die sich der präventive Einsatz des Shrieks lohnen können würde.

 

Sage of the Falls

Je nach Entfernung und optischer Beeinträchtigung sieht die Karte so aus als wäre es Garruk, der sich unter einem Wasserfall duscht und singt…

Diese wichtige Info vorab, hat die Karte das Problem, dass sie in der B.R.E.A.D.-Betrachtung keinen Platz findet, in der Einordnung im Set aber in derart viele Decks passt (der Sage ist zBsp BFF mit dem Mad Ratter und hat Grumgullys Newsletter abonniert!), dass es kriminell wäre sie auf die Bank zu verbannen.

In der Quadranten-Theorie sieht es bedingt besser aus. Das Merfolk hält mit seinen 5 Toughness-Punkten den Boden relativ dicht. Verlieren wird man also nicht. In der Patt-Situation kann die Karte dank möglichem Kartenzieh-Effekt glänzen (der Wasserfall ist nicht umsonst bebildert; ein Schneeball wäre zu offensichtlich), so dass sich über gesteigerte Kartenqualität gewinnen lässt.

Finalst könnten wir hier den letzten Absatz kopieren, den wir oben bei der Carriage bereits platzierten. Es gibt für derlei Karten sicherlich einen passenden Vergleich aus dem Breitensport, aber wir haben’s nur mit der Breite und weniger mit dem Sport.

 

Ferocity of the Wilds

Die erste von zwei Verzauberungen auf der heutigen Liste. Was bezeichnend ist, da globale Verzauberungen mit diversen Problemen behaftet sind (zu Auren werden wir euch nach dem Theros Release die Ohren vollwaxen). Die passiven Schwestern der Artefakte greifen zu selten direkt ins Spielgeschehen ein. Man legt sie auf den Tisch und zu oft passiert nix (das beste Beispiel aus Eldraine findet sich weiter unten auf der heutigen Liste). Teilweise müssen zu viele Sterne richtig stehen, damit ihr Effekt überzeugt.

Wie bei der Wildheit der Wilden eben. Trample kann sich dank möglichem Kollateralschaden sehen lassen und der zusätzliche Punkt Stärke auf der Brust macht so manchen Nicht-Menschen zum Tier. Nur das mit den Nicht-Menschen will nicht immer so. Jede Typenzeile doppelt und dreifach checken zu müssen, ist mühselig kann sich aber lohnen. Mathematisch versiertere Schreiber würden hier mit einer empfohlenen Anzahl an Nicht-Mensch-Kreaturen glänzen, wir raten und vermuten mindestens 8.

Um der eigentlichen Betrachtung genüge zu tun, kommen wir direkt zu den Quadranten (weil beim Brot im Moment nur Kassenbons zu holen sind). So gut sich die Karte durch den Trample-Effekt als Herkules macht (aka Stall-Ausmister aka Stall-Brecher), so schlecht ist sie in den anderen Situationen. Die Karte nun zu spielen, in der Hoffnung, dass sie im gennanten Kontext glänzt, ist nicht zu empfehlen. Stattdessen ist sie das eine kleine aber feine Deck zu packen, für welches sie gemacht wurde: Rot/Grüne bzw. Rot/Blaue (für die Abenteuerlustigen unter uns) Beats.

 

Covetous Urge

Konträr zum Shriek oben überwiegen die positiven Szenarien, die man sich beim Urge vorstellen kann und die Aufgrund der Draft-Gegebenheiten (zur Erinnerung: Kreaturen & Removal überwiegen) wesentlich öfter zur Realität werden:

  • Gegner wartet auf das sechste Mana, um seinen dicksten Mann zu legen; wir klauen ihm das Busticket
  • Gegner hat gutes Removal auf einen unserer Mannen verwendet; wie du mir, so ich dir
  • beste Kreatur des Gegners zu Kuchen gemacht; wir lassen es uns doppelt schmecken
  • Gegner hat eine Abenteuer-Karte zur Hand (oder zu Friedhof); wir können Abenteuer-Spruch und später die Kreatur wirken

Da läuft einem nicht nur beim dritten Punkt das Wasser im Mund zusammen.

Wir schrammen in der B.R.E.A.D.-Theorie knapp an der Höchstwertung vorbei und platzieren die Karte je nach Situation solide zwischen dem B und dem R.

Es wäre nur gerecht, wenn eine Karte mit vier Mana in allen Quadranten überzeugte. Doch gerade die vier Mana sorgen dafür, dass sie in der anfänglichen Phase des Spiels Zuschauer bleibt. In allen anderen Situationen macht der Drangsalierer aber genau das was gerade benötigt wird.

 

Archon of Absolution

Der Archon überzeugt selbst ohne 90% des Textes auf allen Skalen. Er hat eine für das Set seltenere Form von Evasion, landet also mitten im Sauerteig, und steht angriffsbereit an vorderster Front, wenn sich die Bodentruppen dümmlich gegenüberstehen.

Mit den restlichen 10% kann es doch nur besser werden. Wird es aber kaum. Der sogenannte „Tax-Effect“ ist zu Beginn lästig, wird im späten Verlauf eines Spiels aber von beiden Seiten eher vergessen bis ignoriert. Der Schutz vor Weiß wäre super, wenn es eine singuläre weiße Bedrohung gäbe, vor der man sich schützen müsste. Da will uns abseits des Mythic-Slots nur nicht viel einfallen.

Auffallend ist die Tatsache, dass der fliegende Hirsch kein Team-Player ist. Wenn man den Archon draftet, verbessert man auf der einen Seite zwar bedingt sein Deck, sorgt andererseits dafür, dass die Gesamtsynergie des Decks abnimmt. Er ist weder Ritter noch hat er Drang zu Abenteuern. Nicht mal dem Flutterfox verleiht der Hirschbulle Flügel. In anderen Farben ist dies weniger problematisch, aber gerade Weiß will den Tisch voll sehen und weniger durch individuelle Klopper das Match entscheiden.

Letztlich ist ein Draft kein Märchenprinz und man muss nehmen (und spielen) was kommt. Der Archon ist in dem Fall definitiv nicht das schlechteste.

 

Deafening Silence

*stummes, aber vehementes Kopfschütteln*

21. Januar 2020

Sagenhaftes Draften: Sprint gen Theros

Zum Release diesen Freitag wird wie jeden Freitag wieder bei uns im Hause gedraftet. Wir wollen und können nix anderes, so dass es nahe liegt die Booster-Öffnungszeremonien des vergangenen Wochenendes entsprechend fortzusetzen.

Unsere Gedanken zum Format sind noch nicht spruchreif und drehen sich aktuell primär um den schnöden Mammon. Unsere Verkaufskanonen auf MKM wollen geladen werden und da gilt es die Tage Displays bis zum Abgewöhnen aufzumachen.

Deswegen verweisen wir auf aufschlussreiche, meist externe Quellen, die euch helfen am Freitag geistig nicht mit leeren Händen dazustehen:

Karte auf die wir uns am Freitag ganz besonders freuen

Unsere scheinbar ziellose Draftreihe wird in 2020 fortgesetzt. Nach dem Abstecher ins Märchenland geht es es nun den Sagen an den Kragen (das klang besser als „den Mythen an die Tüten“), wobei wir am Freitag noch einen Text haben, der dermaßen lange in der Mache war, dass er nun schon wieder out ist, da nur Eldraine-Karten beäugt wurden. Wir bringen ihn trotzdem, weil er nach Aussage des Schreibers neben einem vermindert informativen einen vermehrt unterhaltsamen Charakter hat. Was auch immer damit gemeint ist.

13. Januar 2020

Vorbereitender Lesestoff für die Theros 2.0 Prereleases

Um beim Theros Jenseits des Todes Prerelease vor den neuen Karten nicht wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg zu sitzen, empfehlen wir folgendes Lesematerial; sortiert in aufsteigender Komplexität:

 

Für die 2-Headed Giant Spieler sei auf unser informationsreiches Feature vom Eldraine Prerelease verwiesen. Dort gibt es generelle Infos und Tipps zur 2-Headed Giant Variante. Wir schauen, ob wir bis Freitag ein Update für den aktuellen Release hinkriegen, können aber nichts versprechen.

7. Januar 2020

Orakel zum Theros Prerelease Spektakel

Man muss nicht aus Delphi kommen, um vorherzusagen, dass der Januar, so jung er noch ist, viel zu bieten haben wird.

Im magischen Mittelpunkt steht das am 24sten erscheinende Set Theros Beyond Death / Theros Jenseits des Todes. Der zweite Besuch in der vom antiken Griechenland inspirierten Ebene kann sich sehen lassen, wenn man die bisher veröffentlichen Karten zum Set näher beäugt (Details für Neugierige wie so oft auf Scryfall).

In der Woche zuvor gibt es Prereleases noch und nöcher. Wir haben die folgenden vier Termine am Start (klickt auf einen Termin für nähere Details):

Da ein Event bereits voll ausgebucht ist, empfehlen wir Spätentschlossenen zeitnaher zu handeln!

Als wäre das noch nicht genug Marketing, gibt es zum Prerelease selbst wieder die Möglichkeit sich vorab Booster Displays der Edition zu gönnen. Besonderer Anreiz dafür dürften die beiden Promokarten sein, die man dabei zusätzlich erhält:

Das Land muss übrigens keine Insel sein (die Auswahl erfolgt zufällig) und wie Wizards im Dezember noch bekannt gab, wird es aufgrund eines Druckfehlers bis spätestens Februar dauern, bis das foil Standardland in den Händen der Buy-a-Box-Käufer landet.

Die Länder selbst (in einer spielbareren, weil nicht-foil Variante) gibt es in jedem Booster Pack (eins per Packung).

Bleibt am Ende noch unser Theros Beyond Death Vorverkauf hier im Online-Shop bzw bei uns im Ladengeschäft in Gelsenkirchen. Dort erhält man zusätzliche Produkte (Collector Booster zBsp), die wir aufgrund begrenzter Mengen nicht sinnvoll online anbieten. Auch hier können Reservierungen vorteilhaft sein!