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18. Oktober 2019 Keine Kommentare zu Märchenhaftes Draften: Vollmilchschokolade

Märchenhaftes Draften: Vollmilchschokolade

Wer sich schon immer mal fragte, wie wir die Titel dieser Einträge wählen, dem sei verraten, dass wir gerne zu Naheliegendem greifen, beim Schreiben öfter Hunger bekommen (aber leider nicht von Big Candy gesponsert werden; noch nicht mal Borggreve hat unsere Anrufe erwidert), und nichts gegen Titel haben, bei denen man ein bis zweimal um die Ecke denken muss.

Der heutige parkt aber direkt am Trottoir geht es diesmal doch um einfarbige Throne of Eldraine Draftdecks.

Pro & Contra

Einfarbige Decks haben das Problem, dass – wie beim letzten Mal illustriert – die Farben im Set immer eine Doppelrolle übernehmen müssen. Grün zBsp will sowohl mit Abenteuern spielen, aber auch die Speisekammer gefüllt sehen. Es gibt Karten wie Curious Pair, die eine Doppelrolle übernehmen, doch sind diese gerade im Common-Bereich von mäßiger Qualität.

Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Auswahl. Wer sich auf eine Farbe fixiert und die anderen verschmäht, der wird das ein oder andere Juwel verpassen und gerade die ersten Picks im zweiten und dritten Booster können zu Enttäuschungen führen. Meist wird einem gemäß Murphy’s Law statt einer Rare in der gewählten Farbe die Off-Color Bombe entgegenblicken. Im zweiten Booster ist das leichter zu verkraften, hat man doch noch die Option aus Mono Stereo zu machen.

Der Nachteil ist aber zugleich ein Vorteil. Statt sich zwischen x Karten in y Farben zu entscheiden, ist y gleich 1 und x somit um einiges kleiner. Weniger Entscheidungen sind zu fällen, was gerade für die Draft-Einsteiger positiv ist.

Dass die Decks in sich konsistenter sind, man also nur selten aufgrund seiner Manabasis verlieren wird, ist der letzte Vorteil.

Enhance!

In Throne of Eldraine begünstigen zwei Besonderheiten das einfarbige Draften: Adamant und die Manakosten einiger ausgesuchter Karten.

Während Adamant trivial ist, ist die Sache mit den Manakosten erwähnenswerter. Jede Farbe hat eine seltene Karte, die nicht nur mit mindestens drei farbigen Manakosten gesegnet ist, sondern auch eine farb-spezifische Fähigkeit hat:

Linden, the Steadfast Queen
Gadwick, the Wizened
Ayara, First of Locthwain
Torbran, Thane of Red Fell
Yorvo, Lord of Garenbrig

Bis auf Linden, deren zweite Fähigkeit meist zu vernachlässigen ist, wird man jeden Edlen gerne im Deck sehen.

Doch schon im Uncommon-Bereich gibt es gleich zehn Karten, die einem in einem einfarbigen Deck keine Probleme bereiten werden, die Hybrid-farbenen 10, die bereits in der letzten Woche im Rampenlicht standen. Die vermeintliche Hürde der vier Manasymbole wird leicht genommen.

Als wäre das nicht genug, bleiben am Ende die Artefakte. Es warten 22 farblosen Karten darauf Platz im Deck zu nehmen und bei einigen sogar mit der ein oder anderen Synergie (Sorcerer’s Broom im Monogrünen Deck mit ausreichen Food-Token zBsp). Absolute MVPs sind: Clockwork Servant, Henge Walker, Heraldic Banner und Gingerbrute, der die insgeheim beste Karte im Set ist.

Wann sollte man auf eine Farbe setzen?

Die Antwort ist vermutlich „nicht zu oft“. Die Sterne sollten richtig stehen, das Glücks T-Shirt gebügelt sein und im schwarzen Tee sollte man nicht wieder auf die Idee kommen Milch mit Zitrone zu mischen.

Ein offensichtliches Zeichen wäre eine der oben gelisteten Rares. Doch die sind nicht umsonst selten, weswegen man auch seltener darauf hoffen sollte. Eine beispielhafte Liste, die alle ihre Spiele gewann, und mit Gadwick begann, könnte so aussehen:

Mono U(ncommon) (40)
Gingerbrute
Mantle of Tides
So Tiny
Run Away Together
Wishful Merfolk
Animating Faerie
Queen of Ice
Clockwork Servant
Tome Raider
Gadwick the Wizened
Turn into Pumpkin
Vantress Paladin
Loch Dragon
Syr Elenora, the Discerning
Mystic Sanctuary
16 Island

Ein weiteres Zeichen wäre die Tatsache, dass man zwar zweifarbig begann, aber irgendwann im Draft die eine Farbe überwiegte und man freizügiger zu den Hybrid-Uncommons griff, die schwerer in dem Zweifarbigen zu spielen wären. Dies passierte hier:

Mono G(reed) (40)
Gingerbrute
Scalding Cauldron
Maraleaf Rider
Sorcerer’s Broom
Curious Pair
Garenbrig Squire
Once upon Time
Giant Opportunity
Heraldic Banner
Sporecap Spider
Rosethorn Acolyte
Spinning Wheel
Oakhame Ranger
Rampart Smasher
Garenbrig Carver
Prophet of the Peak
Tuinvale Treefolk
Gingerbread Cabin
16 Forest

Es begann als Grün/Weißes Deck, welches sich nur zu gerne auf Mysterious Pathlighter und Ardenvale Tactician gestützt weiter dem Abenteuer-Thema gewidmet hätte, die aber auf die Ersatzbank verfrachtet wurden, um zielgerichteter dem Ruf des Waldes folgen zu können.

Ab ins Planschbecken

Wie sähe es in dem oberen Deck mit einem Splash aus? Der Verwendung von nur einer geringen Anzahl andersfarbiger Karten, was mit dem Acolyten-Duo und dem Spinning Wheel problemlos machbar gewesen wäre?

Das schauen wir uns beim nächsten Mal an!

15. Oktober 2019 Keine Kommentare zu Magic Produktpaletten News Bulletin

Magic Produktpaletten News Bulletin

Nach dem Oktober-Release gestaltete sich das letzte Trimester im Jahr für die Magic-Gemeinde im Allgemeinen zu einem – wir wollen mal sagen – Dornröschenschlaf. Doch Wizards wäre nicht Wizards, wenn nicht auch die besinnlichere Zeit des Jahres für Umsatz genutzt werden könnte.

Am vergangenen Freitag – als wir wie üblich und gemütlich zum FNM Draft ansetzten – setzten sich die Zauberer die Flüstertüte an die Lippen und legten los:

15. November 2019

Vorausschauend gibt es am selben Tag gleich zwei Releases, so dass man sich nur einmal aus dem Bett quälen muss, wenn man an beiden interessiert ist.

Throne of Eldraine Gift Bundle

Wer sich schon immer gedacht hat, dass so ein einzelner Collector Booster in einem Bundle sich verdammt gut als potenzielles Weihnachtsgeschenk gemacht hätte, kann die Gunst der Stunde nutzen und für seine Magic-Freunde einkaufen kommen. Es gibt den üblichen Bundle-Inhalt (10 Booster Throne of Eldraine, Standardländer (foil und non-foil), sowie ein Würfel) plus enen Collector Booster und eine noch unbekannte Promokarte. Bilder und Preis noch unbekannt.

Magic Game Night 2019

Wo wir schon bei Freunden sind, wir empfehlen fünf Freunde (Timmy gegebenenfalls durch einen passenden Zweibeiner ersetzen) um das Game Night Set aus fünf komplett einfarbigen Decks sinnvollst einzusetzen.

Die Decks werden vom einfacheren Format sein, also gerade für jene Spieler geeignet, die die Nase voll von ihren Planeswalker Decks haben und aufsteigen wollen. Wie üblich gibt es zu jedem Deck eine exklusive Karte (draufklicken vergößert):

Decklisten gibt es hier »

24. Januar 2020

Zum Jahreswechsel steigen wir in den Flieger der Planeswalker Airlines, verlassen wie auch immer die Plane hieß auf der Eldraine spielte (Ist es gar Eldraine?) und propellern in die Unterwelt von Theros.

Theros: Beyond Death ist das erste Set des Jahres und mit Ausnahme des Datums (Prereleases entsprechend am 17. bis 19. Januar) und der Vorahnung, dass wir Gideon und Elspeth wiedersehen werden, gibt es noch keine Details.

29. Februar 2020

Es wird Spieler geben, die das Logo in Ekstase versetzt, weil ein vierter Un-Release, gespickt mit silber-umrandeten Spaß-Karten, eigentlich nicht verkehrt sein kann. Sei es nur wegen der Full-Art Standardländer, die sich neben den Teils sehr kreativen Mechaniken, zu einem Markenzeichen der Un-Sets entwickelt haben.

Statt einer ganzen Edition erwartet uns mit Unsanctioned aber „nur“ ein vorgebautes Bündel an Decks mit Karten aus früheren Un-Sets sowie 16 neuen Karten.

Der Inhalt des Produkts in Gänze:

  • 5 einfarbige 30-Karten-Decks
  • 2 sechsseitige Würfel
  • 10 doppelseitige Token
  • 5 Full-Art Standardländer (mit neuen Bildern)
  • 5 foil Full-Art Standardländer (mit neuen Bildern)
  • 1 Storage Box

Angedacht ist, dass sich Jeder Spieler zwei der 30-Karten Decks nummt, diese zusammenmischt und ab gehts.

Was weniger geplant aussieht, ist die Sache mit den Standardländern. Wir brauchen niemandem groß zu erzählen, dass sich die bisherigen Full-Art Länder der Un-Sets derart großer Beliebtheit erfreuten, dass sie für viele der einzige Grund waren, überhaupt Booster bzw Einzelkarten der Un-Editionen zu kaufen. Wenn man hier nun nur fünf Exemplare erhält (wir gehen aufgrund der Produktbeschreibung und der extra Erwähnung der Länder davon aus, dass in den Decks selbst normale Länder enthalten sein werden), wird das eine kostspielige Angelegenheit. Sowohl für den geneigten Sammler als auch für den Einzelkarten-Händler. die am Ende mit einem Haufen eher nutzloser Karten dastehen werden (jaja, man kann damit spielen, aber sonst…?).

24. April 2020

Um Ostern rum (Prereleases am verlängerten Wochenende vom 17. bis zum 19. April), geht es abschließend nach Ikoria: Lair of Behemoths. Infos sind erneut spärlich, aber es wird um Monster gehen, die selbst zusammengebastelt werden dürfen. Wie sich das gestaltet, steht noch in den Sternen. Mit einem halben Jahr Vorlauf werden wir aber genug Gelegenheit erhalten, entsprechende Gerüchte hier im Blog zu verbreiten!

3. Quartal 2020

Voraussichtlich im Juli oder August steht das nächste Hauptset in den Regalen, was wir aber nur erwähnen, um alle bekannten, zuvor bereits mal veröffentlichen Infos in einem Beitrag versammelt zu haben.

11. Oktober 2019 Keine Kommentare zu Märchenhaftes Draften: Hänsel & Gretel

Märchenhaftes Draften: Hänsel & Gretel

Um Theros herum, kam Wizards auf die Idee, dass es doch ganz nett wäre, wenn jede Edition eine Anzahl zweifarbiger Karten hätte, die zu einem jeweiligen Thema passen und die sich hervorragend dazu eignen, dass man ein Deck um sie herum draftet, da es genug anderes Kartenmaterial – gerade im für den Draft relevanten Common- und Uncommonbereich – gibt, welches die entsprechende Strategie unterstützt.

Dies war – wie hier im Blog dokumentiert – beim Coreset 2020 der Fall, dies ist – wie hier im Beitrag dokumentiert – bei Throne of Eldraine nicht anders. Man setzte sogar noch einen drauf und hat gleich zwei tonangebende Uncommons um die jeweiligen Themen gestrickt; eine tatsächlich Zweifarbige und ein hybrides Pendant, wie die folgende Galerie anschaulich darstellt:

Bröseln wir die Themen im Einzelnen auf :

Weiß / Blau – Artenchantress

Hat man sonst meist die Wahl zwischen Verzauberungen und Artefakten, will man hier gleich beides haben. Auren auf gegnerische Kreaturen zählen hierbei als Verzauberungen und sowohl Food-Token als auch Artefakt-Kreaturen zählen sowieso immer als Artefakte, also sollte man genug von beidem zusammensammeln können, um mit der Strategie selbst ohne Dance of the Manse Erfolg zu haben.

Blau / Schwarz – Ein-Mahl-Eins

Das seltene Gegenstück zu den beiden Uncommons ist die Lochmere Serpent, die zeigt, dass es bei der Kombination selten ohne Umwege geht. Wahlweise darf der eigene Friedhof als Reanimationsziel für Forever Young & Co herhalten, oder es geht für den gewillten Müller erst ins Abenteuerland, dann per Bouncespell wieder auf die Hand und erneut könnte Pur zitiert werden. Es gilt also nicht nur dem Gegner den Friedhof zu füllen – dafür zu sorgen, dass der Gegner keine Karten mehr ziehen kann, ist und bleibt eine sinnvolle Strategie.

Schwarz / Rot – Entrüstete Ritter

Die erste der drei Ritter-Varianten, die sich neben Ausrüstungen, der sogenannten Aristocrats-Strategie verschrieben hat. Als Aristokrat opfert man gerne Zeugs und es muss dabei gar nicht mal das eigene Zeugs sein. Da gibt es Möglichkeiten (Claim the Firstborn) aber diese sind arg begrenzt. Also bedient man sich beim eigenen Zeug und wirft dies in diverse Abfallverwerter, wie dem Witch’s Oven.

Rot / Grün – Unmenschlich

Die Kreaturentypenbestimmung im Set verhält sich wie eins dieser, dem Sokrates zugeschriebenen Logikrätsel:

  • jede Kreatur ist entweder ein Mensch oder ein Ritter
  • jede Kreatur die ein Mensch ist, ist nicht immer ein Ritter
  • nicht jede Kreatur, die ein Ritter ist, ist ein Mensch
  • Wer hat die letzten Spekulatius-Kekse gefuttert?

Das rot-grüne Deck zu draften wird einem ungemein bei der Bestimmung von Kreaturentypen helfen.

Grün / Weiß – Abenteuerland

Ein Deck, das gänzlich ohne Lucky Clover spielbar wäre, aber jede Kopie des Artefakts dankend neben jeder Adventure-Card im Maindeck platziert. Die Strategie ist in Teilen als Schwarz/Grün-Variante spielbar. Man verpasst so ein paar der netteren, im Kampf relevanten Spruchhälften, wie beim Ardenvale Tactician, erhält dafür aber gerade mit Order of Midnight und Foulmire Knight zwei Bomben, die als pure Kartenvorteil-Klopper kein Auge trocken lassen.

Weiß / Schwarz – Ritter en masse

Umschifft man gekonnt Witch’s Vengeance und den zornigen Riesen, was durch deren Seltenheiten öfter möglich ist, kann man sich an diesem Archetypen versuchen. Es gilt Ritter auf den Tisch zu klotzen und dabei nicht zu kleckern. Viele sollen es sein, und unter uns, es müssen nicht immer Ritter sein. Die Synergien sind häufiger Kreaturentyp-unabhängig, wie bei Outflank oder Syr Alin, the Lion’s Claw. Sofern die Masse stimmt und ihr nicht versucht mit dem Venerable Knight einen Silverflame Squire zu beglücken, wird alles glatt laufen.

Schwarz / Grün – Essen fassen

Wenn der kleine Hunger kommt, greift sich am sinnvollsten zu dieser Farbpaarung. Grün sorgt für die Speise-Spielsteine und Schwarz hat die Tools, diese optimal zu verwerten. Es wird zu verwirrenden Paarungen kommen wie Fierce Witchstalker und Tempting Witch, aber wir wollen ja keinen Flavor-Contest gewinnen. Dass wir dem Rot/Schwarz Drafter dazu noch die Giant’s Skewer wegnehmen, ist das Sahnhäubchen schlechthin.

Grün / Blau – Manamassiv

Auf dem Papier sieht es aus, als wollte man schnell dickes Zeug auf den Tisch bringen, das Set hat aber weder für das eine noch das andere ausreichende Kandidaten in den unteren Seltenheitsstufen, um das zu verwirklichen. Was also tun? Nur Beanstalk Giants und Rosethorn Acolytes picken, wäre eine Option. Eine andere Farbe dazunehmen, da wir es uns vom Mana her leisten können, wäre eine andere. Die Mischung wird es machen. Am Ende hat man ein grün-blaues Deck, das mit Manafixing glänzt, kartenvorteilerzeugende blaue Karten spielt und sich nicht zu fein ist, einen dritten oder sogar vierten Mann ins Boot zu holen.

Blau / Rot – Zugzwang

Wie oft zieht man schon zwei Karten in einem Zug? Im eigenen Zug seltener das Problem, ist gerade im gegnerischen Zug eher tote Hose. Spontaner Carddraw ist selten bis selten empfehlenswert. Dem Gegner zwei Opt vor den Latz zu knallen, um aus einem 1/2 Flieger einen 2/3 Flieger zu machen, hat einfach nicht die richtige Durchschlagskraft. Wenn es aber klappt, dann richtig. Thrill of Possibility und Merchant of the Vale machen Überstunden, es werden hier nebenbei Ratten produziert und dort nebenbei Kreaturen vegrössert, dass es ein Vergnügen ist!

Rot / Weiß – Kreuzzug

Der letzte Griff in den Stall fördert die aggressivste Variante zutage. Wie man es von Boros gewohnt ist, kennt das Deck nur ein Ziel und das sind die gegnerischen Lebenspunkte. Das wird im Format eine langsame Angelegenheit, weil trotz einem 2/1er für 1 Mana wird man selten mit der Tür ins Haus fallen. Wenn da teilweise der böse Wolf hintersteckt, kann die Geschichte, siehe die Sache mit den drei rosa Häuslebauern, nicht gut enden und man sollte passend das Blow your House down im Deck, ein Brimstone Trebuchet auf dem Feld oder ein paar Faerie Godmother im Ärmel haben.

2. Oktober 2019 Keine Kommentare zu Oktoprophezeihungen – Turniere & Events für diesen Monat

Oktoprophezeihungen – Turniere & Events für diesen Monat

Dies wird wieder einer dieser Blogposts, der unterschwellig bis auffällig Werbung für unseren Turnier- und Eventkalender machen soll. Die Wirkung unserer Bemühungen liessen sich am vergangenen Wochenende beim Prerelease ablesen, wo wir, teils am wortwörtlichen Ende des Tages, in erfreute Gesichter blicken konnten. Die Eldraine-Vorspiel-Turniere waren gut besucht und wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern herzlich bedanken!

Die Kommunikation klappt also (zumindest einer hat sogar unseren 2HG-Beitrag gelesen!), so dass wir auf diesem Kanal erstmal weiter machen und direkt weitere Infos & Details vorbereitet haben, die wir jetzt in unserer digitalen Flüstertüte rausposaunen.

Mit dem Release des neuen Sets an diesem Freitag (Produkte auch im Online-Shop erhältlich; Brawl Einzeldecks nur vor Ort, da begrenzt verfügbar; Preis: 25,- EUR pro Deck — Collector Booster sind noch begrenzter und Details dazu gibt es auf Anfrage) stehen nicht nur eine Vielzahl neuer Karten auf so manchen Wunschlisten (haben wir schon erwähnt, dass wir Einzelkarten im Store verkaufen und das weder zu knapp, noch zu teuer?), sondern auch eine beträchtliche Anzahl an speziellen Events auf dem Programm, die uns die Samstage bis zum Monatsende versüßen werden.

Im Detail:

Jeden Freitag gibt es beim FNM einen Throne of Eldraine Booster Draft. Dieser wurde durch die Wizard’sche Preiserhöhung bedingt teurer (14,- Euro pro Person) und wir versuchen es mit einer Arbeitnehmer-freundlicheren Startzeit von 18 Uhr (Anmeldung ab 17:30 Uhr).

Da man nie genug draften kann, gibt es am Samstag, den 5. Oktober, das Draft Weekend. Der erste Booster wird um 11:30 Uhr geöffnet, Anmeldung ist eine halbe Stunde vorher, und neben Booster-Preisen gibt es – wie bei den FNMs – Promo Pack-Karten zu gewinnen. Kostenpunkt ebenfalls 14,- Euro.

Am 12. Oktober – wieder ein Samstag – ist das Motto Open House, wobei wir aufgrund der sinkenden Temperaturen und je nach Wetterlage, die Türe zumindest angelehnt lassen. Wer bis dahin die ersten Decks mit den neuen Karten gebaut hat, oder einfach nur gepflegt Karten in die Horizontale drehen will, ist gern gesehen.

Als besonderen Bonus haben wir uns überlegt, dass wir die restlichen Prerelease Packs, die noch im Lager schlummern, bei einem weiteren 2-Headed Giant Sealed Deck „Postrelease“ Turnier ebenfalls am 12. Oktober, unter die Leute bringen. Anmeldung ab 11 Uhr, Start um 11:15 Uhr. Kostenpunkt pro Team sind 50,- Euro und da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt es sich voranzumelden! Einen erneuten Hinweis auf unseren hilfreichen 2HG Eintrag sparen wir uns an dieser Stelle.

Am 19. Oktober heißt die Devise verschnaufen. Wir haben zu den üblichen Zeiten geöffnet, man kann reinschauen, Commander, Standard, oder Masques Block Constructed (Free Lin-Sivvi!!) zocken, wir aber lassen die Turnier-Software ruhen.

Am letzten Samstag des Monats, der 26., darf gebrawlt werden. Wer sich am Brawl-Format versuchen möchte und mindestens eins der vier Decks sein Eigen nennt, kann vorbeikommen (kurz nach 11 Uhr empfiehlt sich) und mitzocken. Teilnahme ist kostenfrei* (*man sollte halt ein Brawl-Deck bei uns gekauft haben) und es gibt nette Promo Pack-Karten für alle. Wie so oft, werden wir im Blog zum Brawl-Format unsere Finger über die Tasten fliegen lassen und euch das Format und die Decks textlich näher bringen.

All Hallow's Eve - Christopher Rush
Dann ist Halloween, es gilt John Carpenter & Jamie Lee-Curtis zu huldigen, Spekulatius in Milch zu tunken, das übliche halt. Was im November folgt, steht noch in den Sternen, nur eins steht fest, es wird magisch!

 

1. Oktober 2019 Keine Kommentare zu Einsteigerfreundliches Draften: Fazit zum Coreset 2020

Einsteigerfreundliches Draften: Fazit zum Coreset 2020

Wir werfen in diesen Blogbeiträgen gerne mit kursiven Fremdwörtern um uns und die heutigen müssen wohl lauten nostra culpa.

Wie zu oft angekündigt wollten wir die Einsteigerfreundliches Draften-Reihe mit einem kompletten Draft beenden, wir hatten sogar einen vorbereitet, aber die technische Seite erwies sich mühsamer als erhofft und alleine das Aufbereiten der Grafiken raubte uns den letzten Nerv. Die Vorbereitungen zu Throne of Eldraine und das übliche Business taten ihr übriges. Euch jetzt noch mit alten Kamellen zu kommen, die man nicht mal für drei Lebenspunkte opfern kann, wird niemanden groß begeistern.

Stattdessen ziehen wir ein Fazit, was heißt, dass wir alle Teile der Reihe kurz Revue passieren lassen, was nicht lange dauern wird, da es im Grunde nur vier (okay, drei und ein halber) Teile gab:

Die IKEA-Methode: Der Einstieg in die Reihe befasste sich mit den technischen Details, der gerade für den Spieler interessant sein sollte, der bisher kaum am Drafttisch saß oder beim FNM einen Dauerparkplatz am unteren Ende der Gasse mietete. Neben dem Wie stand gerade das Was im Vordergrund.

Der Beitrag verliert netterweise keinerlei Relevanz für die anstehenden Throne of Eldraine Drafts (immer Freitags bei uns im Store) und bleibt empfohlene Pflichtlektüre!

Die Kurzfassung: Wen die, für den Möbelhändler eigentlich untypische, Länge des ersten Beitrags abschreckt, dem haben wir im zweiten Beitrag die Informationen derart vorgekaut, dass wir alle danach erstmal kollektiv zum Zahnarzt mussten.

Zweisamkeiten: Nachdem die Grundsteine gelegt wurden, kamen endlich Karten an die Reihe. Die zweifarbigen Uncommons spielten im Coreset 2020 eine große Rolle (Spoiler für Eldraine: nicht nur dort) und lagen im dritten Eintrag auf dem Seziertisch.

Auch wenn es zu simpel scheint, sich je nach Booster-Inhalt eine mehrfarbige Karte als Ausgangspunkt für den Draft zu nehmen, macht Wizards es beim Set-Design nicht anders, und was für die Zauberer gut genug ist, kann dem Draft-Beginner nur recht sein.

Erste Schritte, Erste Picks: Der Titel verrät es, es wurden endlich Booster präsentiert und darüber philosophiert, welche Karte man jeweils als ersten Pick nehmen könnte.

Der Fokus lag weiterhin bei M20, aber die im Beitrag beschrittenen Gedankengänge, sind allgemein gültig und nettes Rüstzeug für den kommenden Besuch bei Schnewittchen und den sieben Zwergen.

Tutti Kompletti Drafti: Das schwarze Schaf unter den Beiträgen, weil es ihn nie gab, da kann man noch so oft aufs Dickgedruckte klicken, da macht der Browser nix. 🙁

Aber aufgehoben, aufgeschoben, ihr wisst schon. Mit Thron von Eldraine liegt ein weiteres Kapitel Magic-Geschichte vor uns und es wird am Freitag bereits um die dortigen Draft-Archetypen gehen. Das wird ein Abenteuer!

24. September 2019

2 Köpfe, 1 Riese, 0 Plan – Countdown zum Eldraine Prerelease

Update: Die im Beitrag öfter erwähnten Judges kamen aus den Hexenkesseln und haben informative Release Notes zu Thrones of Eldraine veröffentlicht. Es gibt auffallend viele Gemeinsamkeiten, wobei der Trick mit dem Keeper of Fables sehr nett und uns entgangen ist.

Technischer Hinweis vorab: Unser Zurverfügungsteller von Kartenbildern ist leider noch nicht soweit, weswegen wir vorab auf Scryfall verlinken, wo man im Text erwähnte Karten finden und lesen kann.

Nicht jeder kam als 2-Headed Giant Stratege an den Magic-Tisch, weswegen wir die folgenden Zeilen darauf verwenden, allen Interessierten – allen voran den Pärchen, die am Freitag bei unserem 2-Headed Giant Prerelease (leider bereits ausverkauft; Samstag wäre noch was zu haben, da aber nicht mehr im 2HG-Format) sitzen werden – ein paar hilfreiche Worte mit auf den Weg zu geben.

Wir haben die Weisheit dabei nicht kellenweise gelöffelt, aber entsprechende Erfahrung ist vorhanden. Da der Schreiber nebst Partner an dem Turnier teilnimmt, ist das letztlich sogar nachteilig, aber wenn ihr es meinem Partner nicht steckt, halte ich ebenfalls die Füße still.

Grundlagen

Das Format hat einige regelrelevante Unterschiede zu den eventuell sonstig bekannten Gepflogenheiten, die man u.a. beim Sealed Deck so antrifft:

  • 30 Lebenspunkte (als Team, also nicht je Spieler)
  • freier Mulligan (für jeden Spieler, danach das übliche Procedere)
  • das Team, das beginnt, zieht keine Karten (meist will man deswegen nicht anfangen)
  • Best of 1 (wer also ein Spiel gewinnt, hat das Match für sich entschieden)
  • 12 statt 6 Booster, dafür werden zwei statt nur ein Deck gebaut
  • es gibt keine 5 Extrazüge, sondern nur 3
  • Decks haben kein Sideboard (da Best of 1 gespielt wird), aber da es sich um ein Prerelease handelt, können Decks zwischen den Runden umgebaut werden
  • gewinnt ein Spieler, gewinnt das gesamte Team (selbiges fürs Verlieren)
  • weiteres im Magic Judge FAQ, welches unten noch mal erwähnt wird

Deckbau

Zum Inhalt folgt später noch was, jetzt geht es mehr ums Logistische, ab dem Zeitpunkt quasi, nachdem jeder Spieler ein Prerelease Pack in Händen hält und der Judge lautstark verkündet, dass mit dem Deckbau begonnen werden darf.

Zuerst werden alle Booster geöffnet (D’oh!) und die Karten farblich sortiert. Optional kann man die Rares und Mythics oben auf die Stapel legen, da Karten dieser Seltenheitsstufen nicht nur komplexer sind, sondern oft auch mächtiger (zumindest in den Limited-Formaten wie Sealed Deck oder Draft). Sprich je mehr seltene Karten ein Deck hat, desto spielstäker kann es sein.

Jeder Spieler sollte sich ein kurzes Bild davon machen, wie viel Potenzial in den jeweiligen Farben steckt (hier helfen die Rares) und mit welcher/welchen Farbe/n sinnliche und -volle Kombinationen gebildet werden können. An dieser Stelle müsste entschieden werden, wer welches Deck baut und jeder Spieler beginnt solitär damit an seinem Deck zu feilen. Zum groben Deckinhalt (40 Karten inklusive Länder) selbst sei auf unsere Draftreihe verwiesen. Anderes Format zwar, aber sehr, sehr ähnliches Prinzip.

Nachdem die Decks einigermaßen gereift sind (sprich, jeder hat um die 23 Karten (ohne die Manabasis) vor sich liegen), empfiehlt sich als letzte Maßnahme die Decks kurz zu tauschen.

Das bekannte 4-Augen Prinzip macht nirgends so viel Sinn wie beim 2-Headed Giant! Es erlaubt einzelne Entscheidungen und offene Fragen zu diskutieren. Hat jemand vielleicht 25 Karten vor sich liegen, weil man sich nicht entscheiden konnte? Sollte vielleicht eine dritte Farbe ins Deck, weil es genug Fixing gibt? Gibt es einzelne Karten, die vielleicht ausgetauscht werden könnten, weil es sinnvollere Alternativen gibt? Etc. pp.

Am Ende entscheidet der Deckspieler, womit er die Runden bestreiten möchte. Aber dieser zweite Blick hat nicht nur den Vorteil, dass Flüchtigkeitsfehler korrigiert werden können („Wieso liegt da noch dieses Removal neben deinem Deck?„), sondern erlaubt dem Partner sich ein Bild vom Ganzen zu machen, und nebenbei gegebenenfalls noch ein paar unbekannte Karten kennenzulernen. Wenn man vorab weiß, was der Nebenmann im Deck hat und welche Strategie er verfolgt, gibt es beim Spielen selbst weniger Diskussionsbedarf (man darf übrigens während des Spielens mit seinem zweiten Kopf konferieren, sollte aber versuchen dem gegnerischen Team nicht alles zu verraten). Zudem – und das ist das Leckerste – werden generell weniger Fehler gemacht, da Karten bekannter und Eventualitäten besser abschätzbar sind.

Spezifischeres mit Thron von Eldraine / Throne of Eldraine

Genug der drögen Theorie, ab in die Praxis! Der Plan war an dieser Stelle auf den 2HG-Blog der Magic-Judges zu verweisen, der Karten in Bezug auf das Format näher beleuchtet, aber die sind noch nicht im Märchenwald angekommen. Dennoch sind Teile von deren 2HG FAQs Pflichtlektüre für Spieler, die den Judge nicht zum dritten Mal fragen wollen, ob „Kreaturen, die du kontrollierst“ auf der Karte bedeutet, dass damit auch die Kreaturen des Mitspielers gemeint sind (Nein).

Müssen wir wohl selbst ran:

Ich & Du

Die geläufigen Magic-Vokabeln haben im Format oftmals eine erweiterte Bedeutung:

„Du“ und „die du kontrollierst“ meint tatsächlich nur den Spieler, der die Karte spielt oder kontrolliert und nicht das gesamte Team. Wenn ein Spieler also Linden auf dem Tisch hat und beide Spieler des Teams mit weißen Kreaturen angreifen, lief vermutlich nicht nur was beim Deckbau schief, Linden wird nur für die Kreaturen des Spielers ausgelöst, der Linden kontrolliert.

„Spieler“ meint einen spezifischen Spieler (egal welchen Teams). Hat man Effekte wie von Rankle und lässt jeden Spieler eine Karte abwerfen, betrifft dies jeden einzelnen Spieler und es werden vier Karten in vier Friedhöfen landen. Umgekehrt beim Stormfist Crusader.

Hierbei ist noch zwischen „jeder Spieler“ und „ein Spieler deiner Wahl“ zu unterscheiden, wobei das meist nur für Lebenspunkte relevant ist, was unten präzisiert wird.

„Gegner“ bezieht sich entweder auf einen einzelnen Spieler („ein Gegner“) oder auf jeden gegnerischen Spieler („jeder Gegner“). Im ersten Fall – siehe zBsp Specter’s Shriek – muss nur ein Gegenspieler seine Hand vorzeigen und eine Karte ins Exil schicken. Im letzteren Fall – siehe zBsp Folio of Fancies – darf jeder der beiden Gegner bei der Aktivierung der zweiten Fähigkeit seine Bücherei mühlen.

Lebenspunkte

Eine Besonderheit im 2-Headed Giant ist der Umstand, dass man spieltechnisch zwei Gegner hat, die aber nur einen Lebenspunktestand haben. Dies macht Karten mit den Zauberworten „jeder Gegner“ um ein vielfaches attraktiver.

Spielt man zBsp einen Cauldron Familiar, verliert das gegnerische Team zwei Lebenspunkte (da eben zwei Gegner) und das eigene Team erhält einen.

Analog ist es egal, wer einen Food-Token opfert, da die Lebenspunkte vereint sind, ist das numerische Resultat dasselbe (sowohl beim Golden Egg als auch bei der Tempting Witch).

Das wirkt nachvollziehbar aber ganz so einfach ist es am Ende nicht, weil für Karten wie den Deathless Knight relevant ist, wer die Lebenspunkte erhielt. Hat man selbst den Ritter im Friedhof und der Teamgefährte opfert einen Food-Token, interessiert das den Todeslosen wenig und er verbleibt six feet under.

Kampf

Optimales Beispiel für den Kampf ist die Verzauberung Revenge of Ravens. Von der ist im 2-Kopf-Format zwar dringenst abzuraten, aber sie veranschaulicht so nett. Als Angreifer kann man sich aussuchen, welchen der beiden Spieler man angreift. Wenn also nicht gerade beide Gegner diese schwarze Verzauberung auf dem Tisch haben, wird sicherlich der Spieler angegriffen, der keine Kopie davon kontrolliert. Die Karte macht also nix.

Blocken können beide Spieler, unabhängig, welcher der beiden Spieler angegriffen wurde.

Strategie

30 Lebenspunkte sind eine Hausnummer und sollten die Booster nicht gerade mit unzähligen Folio of Fancies gesegnet sein, wird man um den Kampf als Mittel zum Zweck nicht herumkommen.

Mehr Spieler bedeuten mehr Angreifer aber auch mehr Blocker. Karten, die nicht oder nur schlecht geblockt werden können (meist Flieger und Bedrohliche), steigen somit im spielerischen Wert! Hätte Lochmere Serpent nur die blaue aktivierte Fähigkeit, wäre sie im 2HG Sealed noch mit eine der besten Karten. Umgekehrt sind Kreaturen, die Schutz vor einer Farbe haben, um einiges besser, da es eben mehr Kreaturen gibt und somit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass eine dabei ist, vor der man Schutz hat. In Eldraine gibt es derer zwei, die immer ihren Weg ins Deck finden werden, auch wenn der Archon, wie wir vorhin lernten, nur zwei relevante Fähigkeiten hat.

Spiele dauern länger. Dies nicht nur, weil viel geredet wird. Es wird öfter zu Situationen kommen, wo das Board voll ist und sich die Kreaturen in einer Pattsituation blöd angucken, weil keine Angriffe machbar sind. Dann Karten zu haben, die wiederholt Schaden machen können, ohne angreifen zu müssen – siehe Brimstone Trebuchet – ist Gold wert. Gleiches gilt für Karten, die einen doch irgendwie angreifen lassen, wie Return of the Wildspeaker. Der +3/+3 Effekt auf alle eigenen Nicht-Humans, wird dafür sorgen, dass der Kampf ein einseitiges Gemetzel wird und sich das Feld für spätere Angriffe lichtet.

Ohne uns wiederholen zu wollen, aber Spiele dauern länger, so dass man nicht davor zögern sollte, ein paar kostspieligere Kandidaten im Deck zu haben. Exemparisch sind hier die legendären Artefakte zu nennen. Die Manakosten von The Cauldron of Eternity sehen selbst mit einem gefüllten Friedhof noch imposant aus. Doch auch wenn man acht Mana dafür blechen müsste, wird das im Laufe der Zeit kein Problem sein.

Themen

Wir hätten uns irgendwo im Text gerne ausführlicher zu den Themen geäußert, die in der Edition schlummern, und die den Sealed Deckbau bestimmen. Die Vorbereitungen dazu waren im Gange, aber so zwischendrin hatten wir das Gefühl, dass dies weniger Unterstützung wäre und mehr den Charakter von Vorsagen hat und uns dagegen entschieden, bevor man uns der Petzerei beschuldigt.

Deswegen belassen wir es im letzten Abschnitt bei einigen Karten. Unkommentiert, roh, so wie die Zauberer von der Küste sie geschaffen haben. Dabei handelt es sich um interessante, im 2-Headed Giant Format spielstärkere Karten, die man beim Deckbau und während der Spiele im Hinterkopf haben sollte und die hier im Text zuvor noch keine große Erwähnung fanden.

Bildmaterial

21. September 2019

Inthronisierung – Alle Karten in Throne of Eldraine

Es war die Tage was stiller auf diesem Kanal, was sicherlich seine Gründe hatte. Wir haben unseren Throne of Eldraine Vorverkauf (Details zu den Collector Booster Packs und Brawl-Decks folgen) eingerichtet. Zudem wollten auf unserem Shop-Account auf Magic Arena die Brawl-Decks Probe gezockt werden. Dazu haben wir uns Notizen gemacht, die wir zu gegebener Zeit hier im Blog ausbreiten.

Was noch?

Ach ja, Kartenspoiler wurden ebenfalls täglich begutachtet, doch das hatte am Freitag ein Ende, da die Spoilerliste nun komplett ist und in Gänze betrachtet werden kann. Es gibt sogar eine Liste für die ganzen Kartenvarianten, auf die man sich in den Collector Booster Packs freuen darf.

Die Liste ist natürlich primäres Lesefutter für alle jene, die sich eines der unzähligen Prereleases gönnen!

Hier sollte man vor allem ein Blick auf die diversen Instants (gerade auch die in Adventure-Form!), was zu weniger bösen Überraschungen im Spielverlauf sorgen wird. Es gibt diverse Pump-Sprüche und dank der Adventures auch Kreaturen, die angreifende bzw verteidigende Kreaturen verstärken, was die Kampfmathematik durcheinander bringt. Wenn dann scheinbar ein 2/2er in einen 4/4er angreift, kann dies ein Zeichen für einen Combattrick sein. Muss nicht, kann aber.

Es empfiehlt sich sowohl ein Auge auf die Manasituation des Gegners (ein Spieler ohne verfügbares Mana wird in der Regel keine Effekte nutzen können) als auch das zweite Auge (so vorhanden) auf den eigenen Lebenspunktestand zu haben. Steht man gut da, ist – im oberen Beispiel – der 4/4er oft wertvoller als die zwei Schaden, die man erhält, ein Block also nicht zu empfehlen.

Für den Angreifer wiederum kann dies bedeuten, dass man derart zwei Schaden macht, die eventuell vorher nicht möglich waren. In vielen Fällen ist es also sinnvoll erst anzugreifen, bevor man sein Mana für andere Sachen ausgibt. Dies ermöglicht das Bluffen, erschwert das Blocken und ehe man sich versieht, sitzt man im Spiel-Theorie Seminar der örtlichen Universität und diskutiert Szenarien, die Peter Handke noch am besten im Titel „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ umschrieb.

Fun!

5. September 2019

Magic News: Spekulatius & Lebkuchen

Bald ist Weihnachten. Dies in gleich zweierlei Hinsicht. Da wäre zum einen die Tatsache, dass es noch genau 111 Tage sind, bis das Christkind und so, aber zum anderen, für die Magic-Spieler halt, die Tatsache, dass morgen in vier Wochen das Herbst-Set Throne of Eldraine / Thron von Eldraine im Laden erhältlich sein wird.

Nach dem gestrigen Einstieg mit den ersten Karten und der Erklärung der Adventure-Fähigkeit, geht es heute im Sauseschritt weiter.

Wizards hat einen Artikel veröffentlicht (gibts auch auf Englisch), der alle Fähigkeiten und Mechaniken des Sets unter die Lupe nimmt. Dass es nur drei gibt (Abenteuer, Adamant und Food/Speise-Token), lässt hoffen, dass die einzelnen Karten für den entsprechenden Wow-Faktor sorgen.

Um ehrlich zu sein, wirken die Fähigkeiten was halbbacken.

Food-Token könnten zum Beispiel wahlweise drei Leben geben oder die nächsten drei Schadenspunkte verhindern (Healing Salve lässt grüssen), was sie zumindest für den Draft und im Sealed interessanter gemacht hätten.

Bei den bisher bekannten Karten scheint auch Adamant fehl am Platz. Vieles deutet auf dreifarbige Strategien hin, aber hier ist eine Fähigkeit, die Einfarbigkeit belohnt.

Aber genug Skepsis. Warten wir ab was das Set noch bringt. Wie die Brawl-Decks. Hier wurden alle neuen Brawl-Commander sowie die kompletten Decklisten der vier vorkonstruierten Decks ans Tageslicht gezerrt! Damit nicht genug kann man seit gestern die Decks in leicht abgewandelter Form (und 1 gegen 1 statt im Multiplayer-Modus) bereits auf Magic Arena zocken!

Und dann wäre noch dieses Video:

Die meisten Infos haben wir euch oben schon vorgekaut aber zwischen all den OMGs und WTFs finden sich die Standard-Sets für das komplette Jahr 2020, hier in einer übersichtlichen Grafik nach Quartalen sortiert:

Ihr wollt lieber neue Karten statt nichtssagende Editons-Namen und Symbole? Gibt es auch. Hier entlang. Eine offizielle Kartengalerie von Wizards gibt es zwar nun aber die ist noch leer, weist aber wenigstens auf den großen, bösen Wolf der Edition hin, der schon im Video oben für den ein oder anderen Snack zu haben war.

Rest in Pumpernickel, Lebkuchen-Mann!! We hardly knew you!

4. September 2019

Eldraine Amuse Bouche – Erste Karten des neuen Sets! *Aktualisiert*

Während viele von uns selig schlummerten und von M20 First Picks beim nächsten FNM Draft träumten, lüftete Wizards den Throne of Eldraine Schleier und offenbarte die ersten Erbsen, die sich unter dem Matratzenstapel verstecken. Keine schlechte Art aufzuwachen, auch wenn die Sage eigentlich anders lautet.

Es folgen Spoiler zur neuen Edition. Wer sich die Freude des Nichtwissens und die damit verbundene Überraschung bis zu den Thron von Eldraine Prereleases nicht nehmen lassen möchte, sollte ab hier die Augen und/oder den Browser schließen.

Zur Überbrückung, und um unbeabsichtigtes Zeigen wesentlicher Informationen zu vermeiden, man will ja nix verderben, wäre an dieser Stelle ein Trailer zur neuen Edition nicht verkehrt, wie es ihn sehr effektiv zu War of the Spark gab, aber Pustekuchen. Stattdessen nehmen wir das nächstbeste, eine Folge Doctor Snuggles aus den 80ern.

Update: Als hätte man uns erhört, gibt es mit nur einem halben Tag Verspätung einen Trailer, der sich sehen lassen kann und wahrlich Hunger auf mehr macht:

Jetzt aber rein ins Vergnügen. Einige Karten werden merkwürdig aussehen (eine ist gar doppelt), diese sind dann die besonderen Varianten, wie sie in den Sammlerboostern zu finden sein werden. Wie immer kann man eine Karte anklicken, um eine größere Version zu sichten.

Was die Fähigkeit von Flaxen Intruder und dem Lovestruck Beast macht, ist noch unbekannt. Bekannt hingegen ist die Fähigkeit des Food-Tokens. Ähnlich dem Treasure- oder Clue-Token handelt es sich beim Food-Token um ein Artefakt, welches sich für 2 farblose Mana opfern lässt, um 3 Lebenspunkte zu erhalten.

Auch hier ein Update: Am Beispiel des Lovestruck Beasts kurz erklärt: Man kann die untere Fähigkeit („Heart’s Desire“) als Hexerei für G wirken und entfernt die Karte dadurch aus dem Spiel. Wenn die Karte so aus dem Spiel entfernt wurde (nicht durch Effekte wie Swords to Plowshares!), kann man die Kreatur für ihre normalen Kosten (2G) aus dem Exit spielen. Dies muss nicht im selben Zug geschehen, weswegen da „later“ steht.

Wir haben die Erbsen unter der Matratze entsorgt und legen uns jetzt wieder bis zu den nächsten Spoilern hin. Wir werden nicht alle Karten im Blog posten, aber auf gelegentliche Highlights hinweisen. Bis WotC seine eigene Spoiler-Seite an den Start bringt, sei auf Scryfall verwiesen, die wohl nie schlafen und immer up-to-date sind, Erbsen hin oder her.

30. August 2019

Einsteigerfreundliches Draften – Erste Schritte, Erste Picks

In dieser Woche reihen wir eine weitere Perle nahtlos auf die Kette, die da heißt Einsteigerfreundliches Draften.

Gemäß dem Motto, wer macht, der lernt, und dem anderen vermurksten Motto, fünfzehn Bilder sagen mehr als 1.000 Worte, geht es in der heutigen Ausgabe um den ersten Booster und den Gedanken, die man sich machen kann, während man darüber sinniert, welche der 15 Karten als erste im poteniziellen Deck landen wird.

Zu diesem Zweck haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut und sechs Core Set 2020 Booster Packs geöffnet (sieben wären selbst uns zu dekadent; es hilft, dass wir Einzelkarten auf MKM verticken</schleichwerbung>). Diese gehen wir einzeln durch, um nach einigen Vorüberlegungen die Frage aller Fragen zu beantworten: Welches Schweinderl hätten’s gern?

Optimalerweise klärten wir in der letzten Woche bereits, welche präferabel, zweifarbigen Strategien im M20 Draft Zuhause sind. Das wird uns den ein oder anderen Absatz ersparen, da wir die 2-Farben-Taktik stumpf durchziehen. Noch bevor wir die erste Karte überhaupt gesehen haben, können wir also die nächste Frage formulieren: In welches Deck passt die Karte?

Bevor nun euer Geduldsfaden reißt wie die Verbindung eures Mobilfunkanbieters, geht’s stante pede in den 1. Booster.

(Klickt auf eine Karte, um die größere Version zu sehen)

Wir gleiten sanft ins Geschehen und halten den Ball entsprechend flach. Basierend auf der vielfach gepriesenen 2-Farben-Strategie scheint ohne Umschweife das Risen Reef ein potenzieller Kandidat für den ersten Pick zu sein.

Klappert man die zuvor empfohlene Pick-Reihenfolge ab, finden sich weder Karten, die Kreaturen zerstören (Shock nur bedingt, da man damit meist nur Zeug erwischt, was meist vernachlässigbar ist), auch keine Kreaturen mit guten Evasion-Fähigkeiten, die also dank Flying oder Menace nur schwer geblockt werden können, so dass man im Reiter „Kartenvorteil-Erzeuger“ landet. Hier ist das Risen Reef der Superstar, der Held aller Helden und klarer First Pick, wie man im Fachjargon sagt. Dass er die in M20 oft vertretene Elemental-Strategie unterstützt, wie kein Zweiter, ist ein weiteres Indiz. Es ist zudem eine Uncommon, ein Kartentyp, den man statistisch seltener antreffen wird und den man bereits früher aus dem Booster picken will.

Doch wir wollen uns Fragen stellen und da die wichtigsten beiden (welche Karte, welches Deck) bereits gestellt und beantwortet wurden, kann man sich der Frage widmen, welche Karte aus dem Booster vielleicht noch im Deck landet.

Der Booster wird einem schließlich ein zweites Mal unter die Augen kommen. Es ist abwägbar, welche Karten im weiteren Verlauf von den Mitdraftern gepickt werden und kann so eine Prognose wagen. Dazu reicht es bis sieben zu zählen und gedanklich die Karten abzustreichen, die aufgrund ihrer Qualität von den anderen am Tisch gepickt werden. Dies setzt ein wenig Erfahrung voraus, aber am Anfang reicht es, die nächsten sieben „guten“ Karten zu nehmen (unabhängig von der Karte, die man selbst nahm).

Im obigen Booster wären dies vermutlich: Temple of Mystery (einen Rare-Drafter gibt es immer am Tisch), Overcome, Raise the Alarm, Frost Lynx, Winged Words, Shock, Keldon Warrior. Bleiben Ferocious Pup und Mammoth Spider. Zwar keine Elementals, aber da sie Kartenvorteil erzeugen, bzw. sehr gut gegen die Unmengen an Fliegern im Format einsetzbar sind, auch nicht die schlechtesten Picks. Sollte man das Overcome oder gar den Frost Lynx tablen (so bezeichnet man es, wenn man eine Karte aus dem Startbooster wieder vor sich sieht, da sie einmal um den Tisch/Table ging), ist Party-Alarm angesagt.

First Pick: Risen Reef

Erneut grüßt das Risen Reef, diesmal nicht nur in Gesellschaft von Lightning Stormkin, einem weiteren 2-Farben-Fürsprecher, des dedizierten, rot-blauen Flieger-Decks, sondern auch von premium Removal (also Karten, die Kreaturen „zerstören“) wie Pacifism, Agonizing Syphon und Plummet (das wir nur erwähnen, um dagegen zu warnen; es gibt massig Flieger, nur will man keine Karte spielen, die eventuell kein Ziel findet, es ist also reines Sideboard-Material).

Nachdem wir es oben bereits derart gelobt haben, ist klar, dass das Reef den Stormkin übertrumpft. Wie verhält es sich mit dem Removal? Pacifism hat gegenüber dem Syphon den Vorteil, dass es mit jeder Kreatur unabhängig von der Wiederstandskraft fertig wird. Klar kann es entfernt werden, aber Disenchants sind aus gutem Grund (dem Mangel an Zielen) selten in Decks und Thrashing Brontodon ist eine Uncommon, sollte also ebenfalls nicht häufig angetroffen werden. Fürs Syphon spricht, dass es bei Bedarf auf Spieler angewendet werden kann, ein Umstand, der für gewöhnlich aber nicht häufig vorkommt.

Bleibt es also beim Vergleich zwischen Pacifism und Risen Reef, was uns zur nächsten Frage bringt: Wie fest will man sich beim ersten Pick legen? Tendieren wir zum Reef, bedeutet dies, dass wir relativ sicher in Grün und Blau sind. Dies hat den Nachteil, dass für uns im weiteren Dratfverlauf plötzlich drei der fünf Farben aus den Boostern verschwinden, da sie für unser Deck wertlos wurden.

In Situationen wie im ersten Beispiel-Booster kann dies ohne Zögern gemacht werden, weil es ein Risiko ist, welches durch die Qualität der Karte im Vergleich zu den anderen Optionen im Booster relativiert wird. Hier hingegen, gibt es mit Pacifism eine brauchbare Alternative, die den Vorteil hat, dass man flexibler gegenüber den kommenden Picks bleibt. Es stehen neben Weiß noch alle Farben auf dem Menü.

Das Reef wird dennoch der bessere Pick sein, einfach weil es in Kombination mit anderen noch zu pickenden Karten die nettere Figur macht und im Endeffekt ein hoffentlich synergisches Deck gedraftet wird.

First Pick: Risen Reef oder Pacifism

Endlich mal eine Mythic Rare, der Cavalier of Flame, eine nette Kreatur mit einem netten Effekt, das sollte ein kurzer Abschnitt werden.

Eigentlich ja. Mit Reduce to Ashes ist zwar die perfekte Antwort gleich mit im Booster, aber nur weil der Cavalier fünf Mana kostet, muss man ihn ja nicht direkt im 5ten Zug auspielen. Wenn man sieben Mana auf dem Tisch und vielleicht ein, zwei Länder noch auf der Hand gesammelt hat, ist er gleich um einiges effektiver. Plötzlich wird es zum 7/5 Haste-Elementar, das zwei Karten zieht, wenn es ins Spiel kommt, und mindestens zwei Schaden macht, wenn es das Spiel wieder verlässt.

Doch selbst hier kann man ins Grübeln kommen. Die Frage nämlich, welche Karte der Nebenmann aus dem Booster picken wird, nachdem wir uns den Cavalier gönnten, hat zwar für den ersten Booster (weil wir die Fütternden sind) keinerlei Relevanz, wird aber im zweiten Booster zum Alpha und Omega. Im zweiten Booster bekommt man von dem Spieler zur Linken nämlich die Karten gereicht und die Entscheidungen, die er im ersten Booster traf, fallen auf uns zurück. Das lässt sich nur bedingt beeinflussen, aber die sogenannten Signale, die man weitergibt (so wie die, die man von seinem Vordermann zur Rechten im ersten Booster erhält, die für den dritten Booster wieder relevant werden), können und sollten gedeutet werden. Wir veranschaulichen das näher im nächsten Booster.

First Pick: Cavalier of Flame

Um nun zu vermeiden, dass einer der beiden Nebendrafter (zur Wiederholung: der Rechte beeinflusst Booster 1 und 3, der Linke das zweite Pack) in denselben Farben wie man selbst landet (weil sich dadurch die eigene Kartenqualität verbessert), kann man entweder versuchen, sie mit entsprechenden „Geschenken“ in eine Richtung zu lenken oder durch gezielte „Entnahmen“ davon abhalten dieselbe Ausfahrt zu nehmen.

Die Auswirkung der Entnahmen lassen sich dabei nicht alleine durch den ersten Pick bewerkstelligen. Diese kristallisieren sich erst im Verlaufe des Drafts heraus und sind ohne die Mithilfe (entweder aktiv, weil sie auf Signale achten, oder passiv, einfach weil sie stur zwei Farben draften, was man einfach mitbekommt) der Nebendrafter kaum zu realisieren. Deswegen konzentrieren wir uns auf die Geschenke.

Nehmen wir im Booster hier statt einer der drei schwarzen Karten (über die man sich als Schwarz-Spieler immer freuen wird) das Rabid Bite, um wie beim Pacifism oben flexibler zu bleiben ohne zu sehr an Qualität einzubüßen, signalisieren wir dem Spieler, der die Karten als nächstes erhält, dass wir unter anderem auf eine schwarze, spielbare Rare verzichtet haben und stattdessen eine unbekannte Common oder eine Foilkarte mit unbestimmter Seltenheit pickten. Es könnte eine schwarze Common sein, Murder offensichtlichstes Beispiel, was aber unwahrscheinlich ist, da wir ja diese Blog-Reihe lasen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir Schwarz also nicht angefasst haben, ist hoch, so dass sich unser Nebenmann dafür entscheiden könnte. Er wüsste nun relativ sicher, dass er von uns problemfrei weitere schwarze Karten erhält und wir haben den Vorteil, dass wir im zweiten Booster aus seiner Richtung zwar keine schwarzen Karten, aber freizügig Geschenke von mindestens drei anderen Farben erhalten. Ein Konflikt wurde vermieden und alle sind glücklich.

Selbst wenn der andere keinen Plan von Signalen hat, dürfte die schwarze Rare der sprichwörtliche Wink mit dem Zaunpfahl sein. Es ist also zum einen abzuwägen, wie gut der Spieler ist, zum anderen aber auch, ob es sich für einen selbst lohnt. Wäre anstatt des Embodiment of Agonies zum Beispiel der Cavalier of Night im Pack, sähe die Sache anders aus. Man opfert (pun intended) zu viel Qualität, um den Spieler zu beeinflussen.

Das Thema „Signale“ ist ein komplexes, zu dem man Traktate von Freud’scher, Kant’scher und zum Teil Kafkaesquer Quali- wie Quantität verfassen könnte, was wir weder wollen noch beabsichtigen. Wir belassen es also vorerst bei diesen Absätzen, werden es aber gelegentlich aufgreifen. Bis dahin zwei Gedankenexperimente, die man selbst durchkauen kann:

Finale Floskeln

Nachdem der Grundstein nun wortwörtlich gelegt ist, der erste Pick wurde gleich viermal gemacht, seid ihr an der Reihe. Bis es nächste Woche mit einem kompletten Draft weitergeht – so die Technik will – könnt ihr euch an den beiden folgenden Boostern selbst versuchen. Wir haben zuunterst eine passende Kommentarfunktion. Wer es uns also gleichtun möchte, kann seine Ideen zu den Boostern öffentlich unter dem Text hier preisgeben.

Bonus Booster #1
Bonus Booster #2