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Oktober 2019

18. Oktober 2019

Märchenhaftes Draften: Vollmilchschokolade

Wer sich schon immer mal fragte, wie wir die Titel dieser Einträge wählen, dem sei verraten, dass wir gerne zu Naheliegendem greifen, beim Schreiben öfter Hunger bekommen (aber leider nicht von Big Candy gesponsert werden; noch nicht mal Borggreve hat unsere Anrufe erwidert), und nichts gegen Titel haben, bei denen man ein bis zweimal um die Ecke denken muss.

Der heutige parkt aber direkt am Trottoir geht es diesmal doch um einfarbige Throne of Eldraine Draftdecks.

Pro & Contra

Einfarbige Decks haben das Problem, dass – wie beim letzten Mal illustriert – die Farben im Set immer eine Doppelrolle übernehmen müssen. Grün zBsp will sowohl mit Abenteuern spielen, aber auch die Speisekammer gefüllt sehen. Es gibt Karten wie Curious Pair, die eine Doppelrolle übernehmen, doch sind diese gerade im Common-Bereich von mäßiger Qualität.

Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Auswahl. Wer sich auf eine Farbe fixiert und die anderen verschmäht, der wird das ein oder andere Juwel verpassen und gerade die ersten Picks im zweiten und dritten Booster können zu Enttäuschungen führen. Meist wird einem gemäß Murphy’s Law statt einer Rare in der gewählten Farbe die Off-Color Bombe entgegenblicken. Im zweiten Booster ist das leichter zu verkraften, hat man doch noch die Option aus Mono Stereo zu machen.

Der Nachteil ist aber zugleich ein Vorteil. Statt sich zwischen x Karten in y Farben zu entscheiden, ist y gleich 1 und x somit um einiges kleiner. Weniger Entscheidungen sind zu fällen, was gerade für die Draft-Einsteiger positiv ist.

Dass die Decks in sich konsistenter sind, man also nur selten aufgrund seiner Manabasis verlieren wird, ist der letzte Vorteil.

Enhance!

In Throne of Eldraine begünstigen zwei Besonderheiten das einfarbige Draften: Adamant und die Manakosten einiger ausgesuchter Karten.

Während Adamant trivial ist, ist die Sache mit den Manakosten erwähnenswerter. Jede Farbe hat eine seltene Karte, die nicht nur mit mindestens drei farbigen Manakosten gesegnet ist, sondern auch eine farb-spezifische Fähigkeit hat:

Linden, the Steadfast Queen
Gadwick, the Wizened
Ayara, First of Locthwain
Torbran, Thane of Red Fell
Yorvo, Lord of Garenbrig

Bis auf Linden, deren zweite Fähigkeit meist zu vernachlässigen ist, wird man jeden Edlen gerne im Deck sehen.

Doch schon im Uncommon-Bereich gibt es gleich zehn Karten, die einem in einem einfarbigen Deck keine Probleme bereiten werden, die Hybrid-farbenen 10, die bereits in der letzten Woche im Rampenlicht standen. Die vermeintliche Hürde der vier Manasymbole wird leicht genommen.

Als wäre das nicht genug, bleiben am Ende die Artefakte. Es warten 22 farblosen Karten darauf Platz im Deck zu nehmen und bei einigen sogar mit der ein oder anderen Synergie (Sorcerer’s Broom im Monogrünen Deck mit ausreichen Food-Token zBsp). Absolute MVPs sind: Clockwork Servant, Henge Walker, Heraldic Banner und Gingerbrute, der die insgeheim beste Karte im Set ist.

Wann sollte man auf eine Farbe setzen?

Die Antwort ist vermutlich „nicht zu oft“. Die Sterne sollten richtig stehen, das Glücks T-Shirt gebügelt sein und im schwarzen Tee sollte man nicht wieder auf die Idee kommen Milch mit Zitrone zu mischen.

Ein offensichtliches Zeichen wäre eine der oben gelisteten Rares. Doch die sind nicht umsonst selten, weswegen man auch seltener darauf hoffen sollte. Eine beispielhafte Liste, die alle ihre Spiele gewann, und mit Gadwick begann, könnte so aussehen:

Mono U(ncommon) (40)
Gingerbrute
Mantle of Tides
So Tiny
Run Away Together
Wishful Merfolk
Animating Faerie
Queen of Ice
Clockwork Servant
Tome Raider
Gadwick the Wizened
Turn into Pumpkin
Vantress Paladin
Loch Dragon
Syr Elenora, the Discerning
Mystic Sanctuary
16 Island

Ein weiteres Zeichen wäre die Tatsache, dass man zwar zweifarbig begann, aber irgendwann im Draft die eine Farbe überwiegte und man freizügiger zu den Hybrid-Uncommons griff, die schwerer in dem Zweifarbigen zu spielen wären. Dies passierte hier:

Mono G(reed) (40)
Gingerbrute
Scalding Cauldron
Maraleaf Rider
Sorcerer’s Broom
Curious Pair
Garenbrig Squire
Once upon Time
Giant Opportunity
Heraldic Banner
Sporecap Spider
Rosethorn Acolyte
Spinning Wheel
Oakhame Ranger
Rampart Smasher
Garenbrig Carver
Prophet of the Peak
Tuinvale Treefolk
Gingerbread Cabin
16 Forest

Es begann als Grün/Weißes Deck, welches sich nur zu gerne auf Mysterious Pathlighter und Ardenvale Tactician gestützt weiter dem Abenteuer-Thema gewidmet hätte, die aber auf die Ersatzbank verfrachtet wurden, um zielgerichteter dem Ruf des Waldes folgen zu können.

Ab ins Planschbecken

Wie sähe es in dem oberen Deck mit einem Splash aus? Der Verwendung von nur einer geringen Anzahl andersfarbiger Karten, was mit dem Acolyten-Duo und dem Spinning Wheel problemlos machbar gewesen wäre?

Das schauen wir uns beim nächsten Mal an!

15. Oktober 2019

Magic Produktpaletten News Bulletin

Nach dem Oktober-Release gestaltete sich das letzte Trimester im Jahr für die Magic-Gemeinde im Allgemeinen zu einem – wir wollen mal sagen – Dornröschenschlaf. Doch Wizards wäre nicht Wizards, wenn nicht auch die besinnlichere Zeit des Jahres für Umsatz genutzt werden könnte.

Am vergangenen Freitag – als wir wie üblich und gemütlich zum FNM Draft ansetzten – setzten sich die Zauberer die Flüstertüte an die Lippen und legten los:

15. November 2019

Vorausschauend gibt es am selben Tag gleich zwei Releases, so dass man sich nur einmal aus dem Bett quälen muss, wenn man an beiden interessiert ist.

Throne of Eldraine Gift Bundle

Wer sich schon immer gedacht hat, dass so ein einzelner Collector Booster in einem Bundle sich verdammt gut als potenzielles Weihnachtsgeschenk gemacht hätte, kann die Gunst der Stunde nutzen und für seine Magic-Freunde einkaufen kommen. Es gibt den üblichen Bundle-Inhalt (10 Booster Throne of Eldraine, Standardländer (foil und non-foil), sowie ein Würfel) plus enen Collector Booster und eine noch unbekannte Promokarte. Bilder und Preis noch unbekannt.

Magic Game Night 2019

Wo wir schon bei Freunden sind, wir empfehlen fünf Freunde (Timmy gegebenenfalls durch einen passenden Zweibeiner ersetzen) um das Game Night Set aus fünf komplett einfarbigen Decks sinnvollst einzusetzen.

Die Decks werden vom einfacheren Format sein, also gerade für jene Spieler geeignet, die die Nase voll von ihren Planeswalker Decks haben und aufsteigen wollen. Wie üblich gibt es zu jedem Deck eine exklusive Karte (draufklicken vergößert):

Decklisten gibt es hier »

24. Januar 2020

Zum Jahreswechsel steigen wir in den Flieger der Planeswalker Airlines, verlassen wie auch immer die Plane hieß auf der Eldraine spielte (Ist es gar Eldraine?) und propellern in die Unterwelt von Theros.

Theros: Beyond Death ist das erste Set des Jahres und mit Ausnahme des Datums (Prereleases entsprechend am 17. bis 19. Januar) und der Vorahnung, dass wir Gideon und Elspeth wiedersehen werden, gibt es noch keine Details.

29. Februar 2020

Es wird Spieler geben, die das Logo in Ekstase versetzt, weil ein vierter Un-Release, gespickt mit silber-umrandeten Spaß-Karten, eigentlich nicht verkehrt sein kann. Sei es nur wegen der Full-Art Standardländer, die sich neben den Teils sehr kreativen Mechaniken, zu einem Markenzeichen der Un-Sets entwickelt haben.

Statt einer ganzen Edition erwartet uns mit Unsanctioned aber „nur“ ein vorgebautes Bündel an Decks mit Karten aus früheren Un-Sets sowie 16 neuen Karten.

Der Inhalt des Produkts in Gänze:

  • 5 einfarbige 30-Karten-Decks
  • 2 sechsseitige Würfel
  • 10 doppelseitige Token
  • 5 Full-Art Standardländer (mit neuen Bildern)
  • 5 foil Full-Art Standardländer (mit neuen Bildern)
  • 1 Storage Box

Angedacht ist, dass sich Jeder Spieler zwei der 30-Karten Decks nummt, diese zusammenmischt und ab gehts.

Was weniger geplant aussieht, ist die Sache mit den Standardländern. Wir brauchen niemandem groß zu erzählen, dass sich die bisherigen Full-Art Länder der Un-Sets derart großer Beliebtheit erfreuten, dass sie für viele der einzige Grund waren, überhaupt Booster bzw Einzelkarten der Un-Editionen zu kaufen. Wenn man hier nun nur fünf Exemplare erhält (wir gehen aufgrund der Produktbeschreibung und der extra Erwähnung der Länder davon aus, dass in den Decks selbst normale Länder enthalten sein werden), wird das eine kostspielige Angelegenheit. Sowohl für den geneigten Sammler als auch für den Einzelkarten-Händler. die am Ende mit einem Haufen eher nutzloser Karten dastehen werden (jaja, man kann damit spielen, aber sonst…?).

24. April 2020

Um Ostern rum (Prereleases am verlängerten Wochenende vom 17. bis zum 19. April), geht es abschließend nach Ikoria: Lair of Behemoths. Infos sind erneut spärlich, aber es wird um Monster gehen, die selbst zusammengebastelt werden dürfen. Wie sich das gestaltet, steht noch in den Sternen. Mit einem halben Jahr Vorlauf werden wir aber genug Gelegenheit erhalten, entsprechende Gerüchte hier im Blog zu verbreiten!

3. Quartal 2020

Voraussichtlich im Juli oder August steht das nächste Hauptset in den Regalen, was wir aber nur erwähnen, um alle bekannten, zuvor bereits mal veröffentlichen Infos in einem Beitrag versammelt zu haben.

11. Oktober 2019

Märchenhaftes Draften: Hänsel & Gretel

Um Theros herum, kam Wizards auf die Idee, dass es doch ganz nett wäre, wenn jede Edition eine Anzahl zweifarbiger Karten hätte, die zu einem jeweiligen Thema passen und die sich hervorragend dazu eignen, dass man ein Deck um sie herum draftet, da es genug anderes Kartenmaterial – gerade im für den Draft relevanten Common- und Uncommonbereich – gibt, welches die entsprechende Strategie unterstützt.

Dies war – wie hier im Blog dokumentiert – beim Coreset 2020 der Fall, dies ist – wie hier im Beitrag dokumentiert – bei Throne of Eldraine nicht anders. Man setzte sogar noch einen drauf und hat gleich zwei tonangebende Uncommons um die jeweiligen Themen gestrickt; eine tatsächlich Zweifarbige und ein hybrides Pendant, wie die folgende Galerie anschaulich darstellt:

Bröseln wir die Themen im Einzelnen auf :

Weiß / Blau – Artenchantress

Hat man sonst meist die Wahl zwischen Verzauberungen und Artefakten, will man hier gleich beides haben. Auren auf gegnerische Kreaturen zählen hierbei als Verzauberungen und sowohl Food-Token als auch Artefakt-Kreaturen zählen sowieso immer als Artefakte, also sollte man genug von beidem zusammensammeln können, um mit der Strategie selbst ohne Dance of the Manse Erfolg zu haben.

Blau / Schwarz – Ein-Mahl-Eins

Das seltene Gegenstück zu den beiden Uncommons ist die Lochmere Serpent, die zeigt, dass es bei der Kombination selten ohne Umwege geht. Wahlweise darf der eigene Friedhof als Reanimationsziel für Forever Young & Co herhalten, oder es geht für den gewillten Müller erst ins Abenteuerland, dann per Bouncespell wieder auf die Hand und erneut könnte Pur zitiert werden. Es gilt also nicht nur dem Gegner den Friedhof zu füllen – dafür zu sorgen, dass der Gegner keine Karten mehr ziehen kann, ist und bleibt eine sinnvolle Strategie.

Schwarz / Rot – Entrüstete Ritter

Die erste der drei Ritter-Varianten, die sich neben Ausrüstungen, der sogenannten Aristocrats-Strategie verschrieben hat. Als Aristokrat opfert man gerne Zeugs und es muss dabei gar nicht mal das eigene Zeugs sein. Da gibt es Möglichkeiten (Claim the Firstborn) aber diese sind arg begrenzt. Also bedient man sich beim eigenen Zeug und wirft dies in diverse Abfallverwerter, wie dem Witch’s Oven.

Rot / Grün – Unmenschlich

Die Kreaturentypenbestimmung im Set verhält sich wie eins dieser, dem Sokrates zugeschriebenen Logikrätsel:

  • jede Kreatur ist entweder ein Mensch oder ein Ritter
  • jede Kreatur die ein Mensch ist, ist nicht immer ein Ritter
  • nicht jede Kreatur, die ein Ritter ist, ist ein Mensch
  • Wer hat die letzten Spekulatius-Kekse gefuttert?

Das rot-grüne Deck zu draften wird einem ungemein bei der Bestimmung von Kreaturentypen helfen.

Grün / Weiß – Abenteuerland

Ein Deck, das gänzlich ohne Lucky Clover spielbar wäre, aber jede Kopie des Artefakts dankend neben jeder Adventure-Card im Maindeck platziert. Die Strategie ist in Teilen als Schwarz/Grün-Variante spielbar. Man verpasst so ein paar der netteren, im Kampf relevanten Spruchhälften, wie beim Ardenvale Tactician, erhält dafür aber gerade mit Order of Midnight und Foulmire Knight zwei Bomben, die als pure Kartenvorteil-Klopper kein Auge trocken lassen.

Weiß / Schwarz – Ritter en masse

Umschifft man gekonnt Witch’s Vengeance und den zornigen Riesen, was durch deren Seltenheiten öfter möglich ist, kann man sich an diesem Archetypen versuchen. Es gilt Ritter auf den Tisch zu klotzen und dabei nicht zu kleckern. Viele sollen es sein, und unter uns, es müssen nicht immer Ritter sein. Die Synergien sind häufiger Kreaturentyp-unabhängig, wie bei Outflank oder Syr Alin, the Lion’s Claw. Sofern die Masse stimmt und ihr nicht versucht mit dem Venerable Knight einen Silverflame Squire zu beglücken, wird alles glatt laufen.

Schwarz / Grün – Essen fassen

Wenn der kleine Hunger kommt, greift sich am sinnvollsten zu dieser Farbpaarung. Grün sorgt für die Speise-Spielsteine und Schwarz hat die Tools, diese optimal zu verwerten. Es wird zu verwirrenden Paarungen kommen wie Fierce Witchstalker und Tempting Witch, aber wir wollen ja keinen Flavor-Contest gewinnen. Dass wir dem Rot/Schwarz Drafter dazu noch die Giant’s Skewer wegnehmen, ist das Sahnhäubchen schlechthin.

Grün / Blau – Manamassiv

Auf dem Papier sieht es aus, als wollte man schnell dickes Zeug auf den Tisch bringen, das Set hat aber weder für das eine noch das andere ausreichende Kandidaten in den unteren Seltenheitsstufen, um das zu verwirklichen. Was also tun? Nur Beanstalk Giants und Rosethorn Acolytes picken, wäre eine Option. Eine andere Farbe dazunehmen, da wir es uns vom Mana her leisten können, wäre eine andere. Die Mischung wird es machen. Am Ende hat man ein grün-blaues Deck, das mit Manafixing glänzt, kartenvorteilerzeugende blaue Karten spielt und sich nicht zu fein ist, einen dritten oder sogar vierten Mann ins Boot zu holen.

Blau / Rot – Zugzwang

Wie oft zieht man schon zwei Karten in einem Zug? Im eigenen Zug seltener das Problem, ist gerade im gegnerischen Zug eher tote Hose. Spontaner Carddraw ist selten bis selten empfehlenswert. Dem Gegner zwei Opt vor den Latz zu knallen, um aus einem 1/2 Flieger einen 2/3 Flieger zu machen, hat einfach nicht die richtige Durchschlagskraft. Wenn es aber klappt, dann richtig. Thrill of Possibility und Merchant of the Vale machen Überstunden, es werden hier nebenbei Ratten produziert und dort nebenbei Kreaturen vegrössert, dass es ein Vergnügen ist!

Rot / Weiß – Kreuzzug

Der letzte Griff in den Stall fördert die aggressivste Variante zutage. Wie man es von Boros gewohnt ist, kennt das Deck nur ein Ziel und das sind die gegnerischen Lebenspunkte. Das wird im Format eine langsame Angelegenheit, weil trotz einem 2/1er für 1 Mana wird man selten mit der Tür ins Haus fallen. Wenn da teilweise der böse Wolf hintersteckt, kann die Geschichte, siehe die Sache mit den drei rosa Häuslebauern, nicht gut enden und man sollte passend das Blow your House down im Deck, ein Brimstone Trebuchet auf dem Feld oder ein paar Faerie Godmother im Ärmel haben.

2. Oktober 2019

Oktoprophezeihungen – Turniere & Events für diesen Monat

Dies wird wieder einer dieser Blogposts, der unterschwellig bis auffällig Werbung für unseren Turnier- und Eventkalender machen soll. Die Wirkung unserer Bemühungen liessen sich am vergangenen Wochenende beim Prerelease ablesen, wo wir, teils am wortwörtlichen Ende des Tages, in erfreute Gesichter blicken konnten. Die Eldraine-Vorspiel-Turniere waren gut besucht und wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern herzlich bedanken!

Die Kommunikation klappt also (zumindest einer hat sogar unseren 2HG-Beitrag gelesen!), so dass wir auf diesem Kanal erstmal weiter machen und direkt weitere Infos & Details vorbereitet haben, die wir jetzt in unserer digitalen Flüstertüte rausposaunen.

Mit dem Release des neuen Sets an diesem Freitag (Produkte auch im Online-Shop erhältlich; Brawl Einzeldecks nur vor Ort, da begrenzt verfügbar; Preis: 25,- EUR pro Deck — Collector Booster sind noch begrenzter und Details dazu gibt es auf Anfrage) stehen nicht nur eine Vielzahl neuer Karten auf so manchen Wunschlisten (haben wir schon erwähnt, dass wir Einzelkarten im Store verkaufen und das weder zu knapp, noch zu teuer?), sondern auch eine beträchtliche Anzahl an speziellen Events auf dem Programm, die uns die Samstage bis zum Monatsende versüßen werden.

Im Detail:

Jeden Freitag gibt es beim FNM einen Throne of Eldraine Booster Draft. Dieser wurde durch die Wizard’sche Preiserhöhung bedingt teurer (14,- Euro pro Person) und wir versuchen es mit einer Arbeitnehmer-freundlicheren Startzeit von 18 Uhr (Anmeldung ab 17:30 Uhr).

Da man nie genug draften kann, gibt es am Samstag, den 5. Oktober, das Draft Weekend. Der erste Booster wird um 11:30 Uhr geöffnet, Anmeldung ist eine halbe Stunde vorher, und neben Booster-Preisen gibt es – wie bei den FNMs – Promo Pack-Karten zu gewinnen. Kostenpunkt ebenfalls 14,- Euro.

Am 12. Oktober – wieder ein Samstag – ist das Motto Open House, wobei wir aufgrund der sinkenden Temperaturen und je nach Wetterlage, die Türe zumindest angelehnt lassen. Wer bis dahin die ersten Decks mit den neuen Karten gebaut hat, oder einfach nur gepflegt Karten in die Horizontale drehen will, ist gern gesehen.

Als besonderen Bonus haben wir uns überlegt, dass wir die restlichen Prerelease Packs, die noch im Lager schlummern, bei einem weiteren 2-Headed Giant Sealed Deck „Postrelease“ Turnier ebenfalls am 12. Oktober, unter die Leute bringen. Anmeldung ab 11 Uhr, Start um 11:15 Uhr. Kostenpunkt pro Team sind 50,- Euro und da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt es sich voranzumelden! Einen erneuten Hinweis auf unseren hilfreichen 2HG Eintrag sparen wir uns an dieser Stelle.

Am 19. Oktober heißt die Devise verschnaufen. Wir haben zu den üblichen Zeiten geöffnet, man kann reinschauen, Commander, Standard, oder Masques Block Constructed (Free Lin-Sivvi!!) zocken, wir aber lassen die Turnier-Software ruhen.

Am letzten Samstag des Monats, der 26., darf gebrawlt werden. Wer sich am Brawl-Format versuchen möchte und mindestens eins der vier Decks sein Eigen nennt, kann vorbeikommen (kurz nach 11 Uhr empfiehlt sich) und mitzocken. Teilnahme ist kostenfrei* (*man sollte halt ein Brawl-Deck bei uns gekauft haben) und es gibt nette Promo Pack-Karten für alle. Wie so oft, werden wir im Blog zum Brawl-Format unsere Finger über die Tasten fliegen lassen und euch das Format und die Decks textlich näher bringen.

All Hallow's Eve - Christopher Rush
Dann ist Halloween, es gilt John Carpenter & Jamie Lee-Curtis zu huldigen, Spekulatius in Milch zu tunken, das übliche halt. Was im November folgt, steht noch in den Sternen, nur eins steht fest, es wird magisch!

 

1. Oktober 2019

Einsteigerfreundliches Draften: Fazit zum Coreset 2020

Wir werfen in diesen Blogbeiträgen gerne mit kursiven Fremdwörtern um uns und die heutigen müssen wohl lauten nostra culpa.

Wie zu oft angekündigt wollten wir die Einsteigerfreundliches Draften-Reihe mit einem kompletten Draft beenden, wir hatten sogar einen vorbereitet, aber die technische Seite erwies sich mühsamer als erhofft und alleine das Aufbereiten der Grafiken raubte uns den letzten Nerv. Die Vorbereitungen zu Throne of Eldraine und das übliche Business taten ihr übriges. Euch jetzt noch mit alten Kamellen zu kommen, die man nicht mal für drei Lebenspunkte opfern kann, wird niemanden groß begeistern.

Stattdessen ziehen wir ein Fazit, was heißt, dass wir alle Teile der Reihe kurz Revue passieren lassen, was nicht lange dauern wird, da es im Grunde nur vier (okay, drei und ein halber) Teile gab:

Die IKEA-Methode: Der Einstieg in die Reihe befasste sich mit den technischen Details, der gerade für den Spieler interessant sein sollte, der bisher kaum am Drafttisch saß oder beim FNM einen Dauerparkplatz am unteren Ende der Gasse mietete. Neben dem Wie stand gerade das Was im Vordergrund.

Der Beitrag verliert netterweise keinerlei Relevanz für die anstehenden Throne of Eldraine Drafts (immer Freitags bei uns im Store) und bleibt empfohlene Pflichtlektüre!

Die Kurzfassung: Wen die, für den Möbelhändler eigentlich untypische, Länge des ersten Beitrags abschreckt, dem haben wir im zweiten Beitrag die Informationen derart vorgekaut, dass wir alle danach erstmal kollektiv zum Zahnarzt mussten.

Zweisamkeiten: Nachdem die Grundsteine gelegt wurden, kamen endlich Karten an die Reihe. Die zweifarbigen Uncommons spielten im Coreset 2020 eine große Rolle (Spoiler für Eldraine: nicht nur dort) und lagen im dritten Eintrag auf dem Seziertisch.

Auch wenn es zu simpel scheint, sich je nach Booster-Inhalt eine mehrfarbige Karte als Ausgangspunkt für den Draft zu nehmen, macht Wizards es beim Set-Design nicht anders, und was für die Zauberer gut genug ist, kann dem Draft-Beginner nur recht sein.

Erste Schritte, Erste Picks: Der Titel verrät es, es wurden endlich Booster präsentiert und darüber philosophiert, welche Karte man jeweils als ersten Pick nehmen könnte.

Der Fokus lag weiterhin bei M20, aber die im Beitrag beschrittenen Gedankengänge, sind allgemein gültig und nettes Rüstzeug für den kommenden Besuch bei Schnewittchen und den sieben Zwergen.

Tutti Kompletti Drafti: Das schwarze Schaf unter den Beiträgen, weil es ihn nie gab, da kann man noch so oft aufs Dickgedruckte klicken, da macht der Browser nix. 🙁

Aber aufgehoben, aufgeschoben, ihr wisst schon. Mit Thron von Eldraine liegt ein weiteres Kapitel Magic-Geschichte vor uns und es wird am Freitag bereits um die dortigen Draft-Archetypen gehen. Das wird ein Abenteuer!