Setzen wir unseren Vorgestern begonnenen Spaziergang durch die Commander-Varianten fort.

Horde Magic

Während sich die Commander-Spieler sonst gegenseitig die Sprüche und Kreaturen um die Ohren schlagen, geht es bei Horde Magic um das traute Miteinander. Ähnlich den Archenemy-Produkten verbünden sich die Mitspieler, um einen gemeinsamen Gegner (in Form eines Decks) zu schlagen. Der Gegner: Zombies!

Die genauen Details mit exemplarischen Decklisten gibt es in zwei längeren How-To-Artikeln: Artikel 1 // Artikel 2 und einer netten Zusammenfassung, die am besten auch in der verlinkten Reihenfolge zu lesen sind. Die Artikel sind von 2011, neuere Zombies und deren Queen, Liliana aus War of the Spark, lagen da noch selig schlummernd unter der Erde, also könnt und solltet ihr die Decks entsprechend updaten. Es gibt knapp 8 Jahre aufzuholen!

Statt Zombies kann man natürlich auch andere Kreaturentypen wählen. Bestien, Ratten, Merfolk, sogar Soldaten, wenn man mal nen Aufstand proben möchte. Eurer Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt.

Oathbreaker

Auch wenn die Macher es nicht mögen Oathbreaker als Commander-Variante zu bezeichnen, machen wir das trotzdem. Die Unterschiede:

  • je Spieler nur 20 Leben
  • Deck nur 60 Karten; wie gehabt aber nur 1 Kopie je Nicht-Standard-Land
  • Commander muss ein Planeswalker sein
  • es gibt einen Signature Spell, der ähnlich dem eidbrechenden Planeswalker in der Commander-Zone startet und nur gespielt werden kann, wenn der Planeswalker auf dem Spielfeld ist

sind gering genug, dass das Format klar als brother-from-another-mother zur Commander-Familie gehört, auch wenn es nur zu größeren Feiertagen eingeladen wird.

Das Format hat eine eigene, fette Webseite mit allen Regeln, einer Banliste, regelmäßigen Artikeln und einem Forum. 08/15 sieht definitiv anders aus!

Commander Adventures

Einige Spieler nutzen ihren Commander weil er in der passenden Farbkombination daher kommt und einen netten Nebeneffekt hat. Andere Spieler hingegen verwenden ihren Commander weil sie eine tiefe, innere Verbindung zu der Legende haben. Sie geben ihr Kosenamen, kennen den dazugehörigen Background, und verhalten sich im allgemeinen, als hätte sie die Legende mal aus einem brennenden Haus gerettet.

Für Letztere ist diese Variante. Es ist auch die passende Variante für all jene, die sich fragen, wie man Magic zu einem Rollenspiel machen kann, ohne die Karten und das damit verbundene Gameplay zu verlieren. Quasi weniger reden, mehr mischen! (Bald auf einem Shirt in einem LGS eures Vertrauens!!)

Alles was es dazu braucht, ist netterweise mehr Karten! Auf der ultralangen Seite zum Format gibt es entsprechende Druckvorlagen, die genauen Regeln und sogar eine Photoshop-Vorlage, um sich selber Quests erstellen können.

Das Drucken der Karten geht anfänglich ins Geld, gerade wenn es nicht der tonersparende Greyscale-Druck sein soll. Doch als Magic-Spieler ist man diesen Kummer ja gewohnt.

Hit me Baby one more Time

Ach Britney, schön wäre es. Doch wir enden unseren Einblick über die Commander-Varianten erstmal an dieser Stelle. Wir behalten das Thema im Hinterkopf und wenn wir genug Material für einen dritten Teil zusammenkratzen können, gibt es den hier auf diesem Kanal!

Solltet ihr noch nette Varianten kennen, die Kommentar-Funktion ist gleich hierdrunter! Don’t let me be the last to know!